Landesregierung zeigt sich zufrieden mit Schulstart im Saarland

Trotz Kritik von mehreren Seiten zeigt sich die saarländische Landesregierung zehn Tage nach Wiederbeginn des Regelbetriebs an Schulen und Kitas im Saarland zufrieden. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot erklärte am Mittwoch (26. August 2020) vor dem Landtag, dass das Saarland seinem Ruf als Land der kurzen Wege und der schnellen Lösungen einmal mehr gerecht werde.
Trotz einiger Kritikpunkte nach dem Schulstart zeigt sich Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot (zweite von links) zuversichtlich. Foto: BeckerBredel
Trotz einiger Kritikpunkte nach dem Schulstart zeigt sich Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot (zweite von links) zuversichtlich. Foto: BeckerBredel
Trotz einiger Kritikpunkte nach dem Schulstart zeigt sich Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot (zweite von links) zuversichtlich. Foto: BeckerBredel
Trotz einiger Kritikpunkte nach dem Schulstart zeigt sich Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot (zweite von links) zuversichtlich. Foto: BeckerBredel

Kritik nach Schulstart im Saarland

Nach der ersten Schulwoche im Saarland mussten gleich zehn Klassen in häusliche Quarantäne geschickt werden („Zehn Klassen in Quarantäne: So lief der Schulstart im Saarland“). Zudem hagelte es Kritik von mehreren Seiten. Saarländische Eltern zeigten sich vor allem mit der Schulbeförderung unzufrieden. Dem verlieh die saarländische Landeselterninitiative für Bildung in einer Mitteilung an die Saar-Medien Ausdruck („Dichtes Gedränge in Bussen: Eltern im Saarland beklagen schlechte Corona-Planung“).

Auch zahlreiche Lehrkräfte zeigten sich mit dem Schulbeginn im Saarland unzufrieden. So kritisierte die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) den aktuellen Schulbetrieb im Saarland und forderte Maßnahmen von Ministerien und Schulträgern, die das Infektionsrisiko für alle Beteiligten maximal reduzieren. Laut GEW müsse man schnell handeln, alles andere sei eine nicht hinzunehmende Missachtung der Gesundheit von Lehrkräften und Kindern. (mehr dazu unter: „GEW kritisiert Schulbetrieb im Saarland: Lehrkräfte und Kinder sind keine Versuchskaninchen“).

Landesregierung zeigt sich dennoch zufrieden

Trotz der Kritikpunkte zeigte sich die saarländische Landesregierung zehn Tage nach dem Wiederbeginn des Regelbetriebs an Schulen und Kitas im Saarland zufrieden. „Die ersten anderthalb Wochen des Regelbetriebes stimmen uns zuversichtlich“, erklärte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) am Mittwoch in einer Regierungserklärung vor dem Landtag in Saarbrücken.

„Unsere Konzepte greifen, unsere Meldeketten funktionieren und das Saarland wird seinem Ruf als Land der kurzen Wege und der schnellen Lösungen einmal mehr gerecht“, sagte sie. „Jeder Tag, an dem unsere Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Bildungseinrichtungen kommen und zur Schule gehen können, ist ein guter Tag.“ Kinder und Jugendliche hätten „ein Recht auf Bildung, auch und gerade in Pandemiezeiten“.

Streichert-Clivot betonte, die Funktionsfähigkeit der Bildungseinrichtungen hänge nicht nur von Schulen und Kitas ab: „Wichtig ist, dass sich alle an die Coronaregeln halten, gerade auch außerhalb der Bildungseinrichtungen – im Freundeskreis, in der Familie, in der Öffentlichkeit und im Urlaub“.

Das sagt die Opposition zum Schulstart im Saarland

Für die Opposition habe die Landesregierung in vielen Fragen die Weichen richtig gestellt. So erklärte Barbara Spaniol (Linke): „Sie haben sicher vieles richtig auf den Weg gebracht“. Gleichzeitig kritisierte sie aber auch, dass eine Verstärkung des Schulbusangebots erst jetzt „nach viel Kritik zustande gekommen“ sei und nicht bereits vor Beginn des neuen Schuljahres. Die Landesregierung reagierte erst eine Woche nach Schulbeginn auf die zunehmend lauter werdende Kritik: „Überfüllte Schulbusse: Rehlinger will alle verfügbaren Kapazitäten mobilisieren“.

Zudem gebe es vor allem in den Kitas nach wie vor zu große Gruppen, zu wenig Personal und zu wenig Zeit. Es gebe keine Normalität: „Der Regelbetrieb ist nach wie vor ein Ausnahmezustand, kein Normalzustand“, so Spaniol.

Verwendete Quellen:
– Eigene Berichte
– Deutsche Presse-Agentur