Brutale Hunde-Attacke auf Katze in Losheim: PETA fordert Tierhalteverbot

Die Tierrechtsorganisation PETA hat nach einem Angriff auf eine Katze in Losheim am See ein Tierhalteverbot für die Halterin gefordert. Ein Video zeigt, wie das wehrlose Tier von vier Hunden angegangen wird.
Ein Video zeigt den Angriff auf die Katze (Bildmitte). Screenshot: PETA/Vimeo
Ein Video zeigt den Angriff auf die Katze (Bildmitte). Screenshot: PETA/Vimeo

Nach einer brutalen Attacke auf eine Katze in Losheim am See hat die Tierrechtsorganisation PETA Konsequenzen für die Halterin gefordert. Gegen sie solle ein Tierhalteverbot verhängt werden, so der Verein in einer Mitteilung am heutigen Dienstag (5. April 2022).

Video zeigt Angriff auf Katze

PETA hat ein Video des Vorfalls im Internet veröffentlicht. Es zeigt, wie vier Hunde in einem Garten eine Katze angreifen, an ihr zerren und sie beißen. Laut Angaben der Tierschützer:innen habe die Katze bei der Attacke das Bewusstsein verloren, den Vorfall aber ohne sichtbare äußere Verletzungen überlebt.

Vorfall liegt bereits länger zurück

Der Angriff soll sich schon vor ein paar Monaten ereignet haben. PETA erhielt die Videos am 19. Februar von einem Whistleblower. Laut Zeug:innen hätten sich die Hunde schon vor dem Vorfall häufiger auffällig verhalten und die Katze attackiert, so die Organisation.

PETA: Landesamt für Verbraucherschutz bezeichnet Angriff als „tragischen Unfall“

Weil die Halterin der Katze und einer der Hunde während des Angriffs offenbar anwesend gewesen war und nicht rechtzeitig eingegriffen hatte, kontaktierte PETA das Veterinäramt. Dieses habe keine Veranlassung darin gesehen, die Katze aus dem Haushalt zu entfernen. Das Landesamt für Verbraucherschutz habe zwar nach einem Vor-Ort-Termin einen zusätzlichen Ausgang für die Freigängerkatze angeordnet, damit sie nicht länger den Garten durchqueren müsse. Der Angriff sei von der Behörde aber als „tragischer Unfall“ bezeichnet worden, so PETA.

Tierrechtsorganisation fordert: Katze aus Haushalt retten

„Bei diesem massiven Angriff handelt es sich nicht um einen tragischen Unfall. Die Katze, die auf diesem Grundstück mit den Hunden leben muss, ist der lebensgefährlichen Situation dauerhaft ausgesetzt“, sagte Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. Das Amt müsse in diesem Fall sofort helfen und die Katze in ein katzenfreundliches und vor allem sicheres Zuhause vermitteln. „Ansonsten droht ihr weiterhin tödliche Gefahr.“

Forderung nach Tierhalteverbot

Aus Sicht der Tierschutzorganisation habe die Halterin die Tiere nicht unter Kontrolle und könne nicht sicherstellen, dass alle Lebewesen ihren arteigenen Bedürfnissen entsprechend leben können. Der Halterin solle daher ein Tierhalteverbot erteilt werden. SOL.DE hat das Landesamt für Verbraucherschutz für eine Stellungnahme kontaktiert.

Verwendete Quellen:
– Mitteilungen von PETA, 05.04.2022