Drei Saar-Kommunen wollen alles aufmachen und bieten sich als Modellprojekt an

Drei Saar-Bürgermeister sind der Meinung, dass mithilfe von Maßnahmen wie Testungen sowie der Einhaltung strenger Abstands- und Hygieneregeln viele Einrichtungen und Gewerbebetriebe wieder öffnen sollten. In einem Schreiben an die Landesregierung haben sie angeboten, ihre Kommunen für ein entsprechendes Modellprojekt zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen des Modellprojekts solle auch die Gastronomie öffnen. Foto: Pixabay
Im Rahmen des Modellprojekts solle auch die Gastronomie öffnen. Foto: Pixabay

Saar-Kommunen bieten sich als Modellprojekt an

Im Rahmen eines Modellprojekts wollen Illingen, Merzig und Eppelborn weitestgehend Gastronomiebetriebe, Sportstätten und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der CDU-Bürgermeister Armin König aus Illingen, Marcus Hoffeld aus Merzig und Andreas Feld aus Eppelborn vom heutigen Dienstag (23. März 2021) hervor.

Voraussetzung für Öffnungen

Die Bürgermeister sind der Meinung, „dass unter Einhaltung von strengen Abstands- und Hygieneregeln, mit Hilfe von Testungen und digitalen Techniken beziehungsweise Apps alle Einrichtungen und Gewerbebetriebe wieder öffnen sollen beziehungsweise geöffnet bleiben […]“, hieß es. Als Ausnahme wurden Betriebe definiert, „bei denen die Abstandsregeln nicht einzuhalten sind“.

Orientierung an Tübingen

Bei dem Modellprojekt wolle man sich an der Stadt Tübingen orientieren. Hier habe die Landesregierung in Baden-Württemberg erlaubt, „im Rahmen eines Modellprojekts mit einem Schnelltest viele Einrichtungen und Gastronomiebetriebe unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregelungen zu besuchen„.

An mehreren Teststellen in der Stadt können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden oder zum Friseur. Aber auch Außengastronomie und Kultureinrichtungen wie das Theater dürfen Gäste mit Zertifikat empfangen und bedienen, so die Deutsche Presse-Agentur.

Schreiben an Saar-Landesregierung

Ähnlich wollen die Saar-Bürgermeister vorgehen. Daher hätten sie sich nun mit einem Schreiben an die Landesregierung gewandt. Das Angebot: Illingen, Merzig und Eppelborn „für ein ähnliches Modellprojekt“ zur Verfügung stellen, hieß es.

Statements der Bürgermeister

Dr. Armin König (Illingen) äußerte sich wie folgt: „Wir sind jetzt ein Jahr weiter, haben viele neue Erkenntnisse, haben Impfstoff, Testmöglichkeiten, in ausreichender Anzahl medizinischen Mund-Nasen-Schutz – mit all diesen Möglichkeiten müssen wir auch die Corona-Politik ändern.“

Marcus Hoffeld (Merzig) sehe dies auch so: „Wir können nicht nur noch mit Lockdowns arbeiten, sondern wir müssen die bestehenden Möglichkeiten nutzen, um unser Leben, das wir noch bis zum Beginn der Pandemie kannten, an die neue Situation anzupassen.“

Abschließend hieß es in dem Schreiben: „Wir brauchen – auch im Sinne der Akzeptanz bei den Menschen – Regelungen für ein Leben mit dem Virus, aber ohne Lockdown„.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Bürgermeister Armin König, Marcus Hoffeld und Andreas Feld, 23.03.2021
– Deutsche Presse-Agentur