Dienstältester Postbote des Saarlandes geht in Rente

Der dienstälteste Postbote des Saarlandes geht in Rente. Nach fast 50 Jahren beendet Toni Meiser seine Arbeit. Ganz besonders vermissen wird ihn nun ein bestimmter Ort im Saarland:
Toni Meiser - dienstältester Postzuteller im Saarland - auf der letzten Zustelltour. Foto: Deutsche Post DHL Group
Toni Meiser - dienstältester Postzuteller im Saarland - auf der letzten Zustelltour. Foto: Deutsche Post DHL Group

Dienstältester Postbote im Saarland geht in Rente

Nach fast 50 Jahren bei der Deutschen Post verabschiedet sich Saarlands dienstältester Postbote Toni Meiser in den wohlverdienten Ruhestand. Meiser, der am gestrigen Montag (17. Januar 2022) seinen 65-jährigen Geburtstag feiern durfte, begann seine Karriere bei der Post am 1. September 1972 mit einer Ausbildung zum Postjungboten. Seither war Meiser seinem Arbeitgeber stets treu.

Meiser kennt die Post wie kaum ein Zweiter

Nach fast 50 Jahren kennt Meiser die Post so gut wie kaum ein Zweiter. In vielen verschiedenen Positionen bewies er seine Zuverlässigkeit und sein Können: in der Briefzustellung, im Briefeingang, im Briefabgang, als Eilzusteller, als Telegrammbote, in der Postfachverteilung und vielen weiteren Bereichen. Dabei war der heute 65-Jährige auch als Teamleiter Vorbild für seine jüngeren Kolleg:innen.

Dass Meiser viel gesehen hat, zeigt auch dieses Beispiel: „Eine Tätigkeit habe ich in meinem Leben ausgeführt, da können nicht mehr viele etwas damit anfangen. Ich habe für die Deutsche Bundespost die öffentlichen Münzfernsprecher in Telefonhäuschen geleert und natürlich abgerechnet. Mit Groschen kenn ich mich aus!“, so der 65-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht.

Über 30 Jahre Zustellung in Schiffweiler

Zu einem saarländischen Ort hat Toni Meiser dabei eine ganz besondere Verbindung aufgebaut: zu Schiffweiler. Seit über 30 Jahren ist die Gemeinde im Landkreis Neunkirchen Meisers Stammbezirk. Hier wird Meiser geehrt und geschätzt. Zu vielen Einwohner:innen hat der sympathische Postbote über die Jahre ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen können. Er hat gesehen, wie Kinder aufgewachsen und selbst zu Eltern geworden sind. Er hat den Menschen im Ort sowohl gute als auch schlechte Nachrichten überbracht. Und das immer höchst zuverlässig und diskret.

Schiffweiler wird „seinen Toni“ vermissen

Dass die Menschen aus Schiffweiler „ihren Toni“ vermissen werden, hat sich bereits bei einem Videodreh des „SR“ vor rund einem Jahr gezeigt. Dort wurde Meiser in höchsten Tönen gelobt. Ein Mann brachte es dabei wohl am besten auf den Punkt: „Wenn ma was bei de Post vermisst, dann werd’s de Toni sinn!“.

Verwendete Quellen:
– Informationen der Deutsche Post DHL Group
– eigene Recherche
– Videobeitrag des „Saarländischen Rundfunks“ vom 26. Februar 2021