Polizei gibt Entwarnung in Ottweiler: Staatsschutz ermittelt jetzt gegen Absender des Pulver-Briefs

Nachdem am heutigen Freitag (22. April 2022) ein Brief mit einem weißen Pulver für einen Großeinsatz von Spezialkräften im Rathaus Ottweiler gesorgt hatte, hat die Polizei inzwischen Entwarnung gegeben. Aller Voraussicht nach handelt es sich bei der gefundenen Substanz nicht um einen Gefahrenstoff. Auf eine saftige Strafe kann sich der oder die Absender:in dennoch gefasst machen. Der Staatsschutz ermittelt:
Die Polizei konnte am Freitagnachmittag Entwarnung beim Großeinsatz in Ottweiler geben. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd
Die Polizei konnte am Freitagnachmittag Entwarnung beim Großeinsatz in Ottweiler geben. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Großeinsatz am Freitag im Rathaus in Ottweiler

Am heutigen Freitagmorgen sorgte ein Brief mit einem weißen Pulver für große Aufregung im Rathaus in Ottweiler. Eine Mitarbeiterin der Verwaltung hatte das an das Standesamt adressierte, ohne Poststempel in den Hausbriefkasten geworfene Schreiben geöffnet, als aus diesem plötzlich ein weißes Pulver rieselte. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, ob die Substanz gefährlich ist, kam es in der Folge zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Ein komplettes Stockwerk des Rathauses wurde dabei evakuiert.

Rathaus-Mitarbeiterin bleibt unverletzt

Die Mitarbeiterin des Rathauses, die mit dem weißen Pulver in Berührung kam, wurde umgehend medizinisch untersucht. Die Frau blieb nach den Ergebnissen eines ärztlichen Checks unverletzt.

Spezialkräfte untersuchen Pulver: offenbar kein Gefahrenstoff

Bis in die Mittagsstunden haben Spezialkräfte der Feuerwehr und der Polizei das Pulver unter Vollschutz untersucht. Ein Sprecher der Polizei gab schließlich Entwarnung. Bei der Substanz handelt es sich aller Voraussicht nach nicht um einen Gefahrenstoff. Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt, um was es sich genau bei dem Pulver handelt. Hierüber sollen abschließende Untersuchungen in einem Labor in der Homburger Uniklinik Aufschluss geben. Die Ergebnisse der Untersuchung stehen aber zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.

Staatsschutz ermittelt gegen Absender:in des Pulver-Briefs

Bereits am Mittag hat der Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Der Brief war handschriftlich an das Standesamt Ottweiler adressiert. Der Absender oder die Absenderin des Pulver-Briefs muss sich auf eine hohe Strafe einstellen. Alleine der Großeinsatz, der dem Verursacher beziehungsweise der Verursacherin in Rechnung gestellt wird, dürfte sehr hohe Kosten verursacht haben.

Verwendete Quellen: 
– Angaben der Polizei