Müllberg in Neunkirchen sorgt für Ärger

In Neunkirchen sorgt ein Müllberg aktuell für Ärger. Unbekannte haben den Abfall im Wald in der Nähe eines Restaurants abgeladen. Nun ermittelt die Polizei.

Im Wald in Neunkirchen wurde ein Müllberg gefunden. Die Polizei sucht nach den Entsorger:innen. Foto: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Zwischen Samstag und Sonntag (18.-19. August 2021) kippten Unbekannte auf dem Wertholzplatz in der Nähe des Hogutes Menschenhaus in Neunkirchen eine LKW-Ladung mit Sperrmüll aus. Darunter befanden sich etwa alte Holzlatten, Styropor, Farbeimer und ausrangierte Einrichtungsgegenstände.

„Eine unfassbare Sauerei“

„Wieso Menschen auf die Idee kommen, in der Natur ihren Müll einfach abzuladen, bleibt ein Rätsel und ist eine unfassbare Sauerei„, erklärt Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul in einer Pressemitteilung. „Der Aufwand, nachts in die saarländischen Wälder zu fahren und mit Abfällen die Natur und Umwelt zu belasten, ist doch deutlich größer, als das kostenlose Angebot der vielen Wertstoffhöfe zu nutzen und seinen Müll fachgerecht zu entsorgen. Ich hoffe, der oder die Täter können zur Rechenschaft gezogen werden.“ Der örtliche Jagdpächter hat den Fund der Polizei gemeldet. Diese nahm die Ermittlungen auf.

Illegale Müllentsorgung im Wald nimmt zu

Leider komme es jedoch immer häufiger vor, dass Bürger:innen und dubiose Unternehmen ihren Unrat wild in der Natur abladen. Die Kosten für die Beseitigung von Abfall im saarländischen Staatswald seien gestiegen. So kostete die Entsorgung im SaarForst allein 2020 rund 250.000 Euro. 2014 reichten dagegen noch knapp 157.000 Euro.

Verrottung dauert bis zu 50.000 Jahre

„Müll gehört nicht in den Wald, sondern auf einen der zahlreichen Wertstoffhöfe, Grünschnittdeponien oder in Verbrennungsanlagen“, so Thul. Jede Plastikflasche und jeder Autoreifen im Wald sei einer zu viel. So benötige Plastik mehrere Hundert Jahre zum Verrotten, ein Autoreifen sogar rund zweitausend Jahre. Auch eine weggeworfene Zigarettenkippe sei erst nach zehn Jahren verschwunden. Glasflaschen können selbst bis zu 50.000 Jahre überdauern. Der wilde Müll sei weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. „Austretende und bei der Zersetzung frei werdende Schadstoffe sind eine Gefahr für Mensch und Tier„, so der Staatssekretär.

Hohe Bußgelder für illegale Deponierung von Abfall

„Diejenigen, die sich in großem Stil von ihrem Unrat befreien, belasten die Umwelt, Tiere und Pflanzen, und schieben die Verantwortung und die Kosten der Entsorgung auf die Allgemeinheit.“ Daher sei die Deponierung von illegalem und gefährlichem Abfall kein Kavaliersdelikt. Wer erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Umweltministeriums