Neue Corona-Variante: Erste EU-Länder schränken Reiseverkehr ein

Aus Sorge vor einer neuen Coronavirus-Variante aus Südafrika haben bereits erste Länder Reisebeschränkungen verhängt. Auch Deutschland will den Flugverkehr beschränken. Was bisher bekannt ist:

Aufgrund einer neuen Coronavirus-Variante haben mehrere EU-Länder Reisebeschränkungen verhängt. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Clara Margais

Neue Coronavirus-Variante sorgt international für große Sorgen

Die Ausbreitung einer neuen, potenziell gefährlicheren Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat international große Besorgnis ausgelöst. Expert:innen befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend sein könnte, sondern zudem auch noch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Ausführliche Informationen zu der neuen Coronavirus-Variante findet ihr unter: „Neue Corona-Variante B.1.1.529 könnte bisher schlimmste sein“.

Erste Länder schränken Reiseverkehr ein

Die ersten EU-Länder haben bereits Konsequenzen gezogen, um die potenzielle Gefahr möglichst einzudämmen. So haben mehrere europäische Staaten Reisebeschränkungen verhängt. Darunter Italien, die Niederland und Tschechien. Dänemark führt ab Mitternacht (27. November 2021) Reisebeschränkungen für Südafrika sowie die sechs südafrikanischen Nachbarländer ein.

Deutschland erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet

Auch Deutschland beschränkt wegen der neuen Virusvariante den Flugverkehr mit Südafrika. Die neue Regelung tritt heute Nacht in Kraft. Fluggesellschaften dürfen dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte bereits am Freitagmorgen an, dass man Südafrika zum Virusvariantengebiet erklären werde. „Das letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht“, erklärte Spahn diesen Schritt.

Spahn: „Die Lage ist dramatisch ernst“

Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Deutschland forderte Spahn eindringlich massive Kontaktreduzierungen. „Die Lage ist dramatisch ernst. So ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie“, sagte der Minister am Freitag. Spahn spricht von einer „nationalen Notlage“, in der zu wenig passiere und oft zu spät gehandelt werde. „Wir müssen jetzt diese Welle stoppen“, mahnte Spahn abschließend.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigener Bericht