Nicht kindgerecht: Kitas im Saarland benötigen 1.350 zusätzliche Erzieher

Die Betreuungssituation in den Kitas des Saarlandes ist nicht kindgerecht. Konkret heißt das: 1.350 Erzieher fehlen hierzulande. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Länderreport der Bertelsmann-Stiftung.
Der Personalmangel in den Kitas wird einer Studie zufolge trotz aller Anstrengungen zunehmend zum Problem. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Christian Charisius
Der Personalmangel in den Kitas wird einer Studie zufolge trotz aller Anstrengungen zunehmend zum Problem. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Christian Charisius
Der Personalmangel in den Kitas wird einer Studie zufolge trotz aller Anstrengungen zunehmend zum Problem. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Christian Charisius
Der Personalmangel in den Kitas wird einer Studie zufolge trotz aller Anstrengungen zunehmend zum Problem. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Christian Charisius

Am Donnerstag (26. September 2019) veröffentliche die Bertelsmann Stiftung das diesjährige „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“. Im Kern stellt der Report den Ist-Zustand der Bildungsangebote und frühkindlichen Förderung dar. Im Falle des Saarlands kam die Stiftung zu dem Ergebnis, dass die Kita-Qualität nicht kindgerecht sei.

Kitas im Saarland: Mehr Fachkräfte benötigt

Den neuesten Berechnungen der Bertelsmann Stiftung entsprechend benötigt das Saarland weitere 1.350 Erzieher. Doch warum eigentlich? Schließlich hat sich die Zahl des pädagogischen Personals in den Saar-Kitas zwischen 2008 und 2018 um mehr als 50 Prozent erhöht.

Der Grund: Gleichzeitig kam es zu einem Anstieg der Zahl an Kita-Kindern. Rein rechnerisch ist derzeit eine pädagogische Fachkraft in saarländischen Krippengruppen für 3,8 ganztagsbetreute Kinder zuständig. Für eine kindgerechte Betreuung empfiehlt die Bertelsmann Stiftung lediglich drei Kinder pro Fachkraft. Erschwerend käme der „Faktor Realität“ hinzu: nämlich Zeit, die durch Elterngespräche, Urlaub oder Krankheit fehle.

Also mögliche Lösung empfiehlt der Report unter anderem, „dass sich die Länder auf einheitliche Verbesserungen im Ausbildungssystem“ verständigen. Diese würden für Fachkräfte die Chancen erhöhen, in jedem Bundesland arbeiten zu können. Zudem benötige man eine kostenfreie Ausbildung sowie eine angemessene Vergütung.

Verwendete Quellen:
• Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme