Corona-Tagebuch von Saarbrücker Intensivpfleger ausgezeichnet

Das Corona-Tagebuch von Karsten Schmitt, dem pflegerischen Leiter der Intensivstation 43 am Klinikum Saarbrücken, ist mit einem "KlinikAward 2022" ausgezeichnet worden. Im Winter 2021 schrieb Schmitt jeden Tag aufs Neue von der Lage im Beatmungszentrum.
Im Bild: Karsten Schmitt und das Corona-Tagebuch. Foto: Facebook/Klinikum Saarbrücken
Im Bild: Karsten Schmitt und das Corona-Tagebuch. Foto: Facebook/Klinikum Saarbrücken

Corona-Tagebuch von Saarbrücker Intensivpfleger ausgezeichnet

„Wir sind Gold!“: Mit diesen Worten hat sich die Facebook-Seite des Klinikums Saarbrücken am heutigen Donnerstagmorgen (20. Oktober 2022) im Rahmen eines Updates gemeldet. Mit „Gold“ gemeint ist dabei eine Prämierung für das sogenannte Corona-Tagebuch. Laut Facebook-Beitrag des Klinikums wurde dieses am Mittwoch beim „KlinikAward 2022“ in Berlin mit dem „Goldenen Sonderpreis der Jury“ ausgezeichnet.

Das Corona-Tagebuch geht auf Karsten Schmitt, den pflegerischen Leiter der Intensivstation 43 am Klinikum Saarbrücken zurück. „Wer unser Corona-Tagebuch noch nicht kennt: Im Winter 2021 schrieb Karsten Schmitt jeden Tag aufs Neue von der Lage im Corona-Beatmungszentrum im Klinikum Saarbrücken“, heißt es im Facebook-Beitrag. Den Angaben zufolge seien die Monate „von Verlusten und Trauer, von Erfolgen und Rückschlägen“, aber vor allem auch „von Zusammenhalt im Team“ geprägt gewesen.

Auch Kolleg:innen von Karsten Schmitt waren laut Facebook-Beitrag an dem Corona-Tagebuch beteiligt. „Die Kolleginnen Jennifer Müller, Irina Mang, Luise Schuh und der Kollege Jan Eric Müller haben um die Weihnachtsfeiertage 2021 von ihrer täglichen Arbeit berichtet“. Insofern sei das Ganze „ein Gemeinschaftsprojekt des Teams Winterberg!“

Wer sich das preisgekrönte Tagebuch im Detail anschauen möchte, hat an dieser Stelle die Möglichkeit dazu.

Hintergrund

Karsten Schmitt arbeitet seit 2012 auf der Intensivstation 43 im Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin des Winterberg-Klinikums in Saarbrücken. Nahezu parallel mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurde er Leiter der Station. Sein Corona-Tagebuch sollte den Menschen Eindrücke aus erster Hand über die Lage in den saarländischen Krankenhäusern liefern. „Ich möchte den Menschen außerhalb der Krankenhäuser aufzeigen, welche Herausforderungen Tag für Tag auf uns warten und reflektieren, wie sich die Kollegen in diesen Situationen fühlen, ich möchte das Seelenleben der Mitarbeiter und auch meins darstellen“, hatte Schmitt in Bezug auf seinen Antrieb für das Tagebuch mitgeteilt.

Verwendete Quellen:
– Facebook-Beitrag der Seite „Klinikum Saarbrücken“ vom 20.10.2022
– eigener Bericht