Fall Gregorius: Waldstück bei Wadgassen wird wieder abgesucht

Die Polizei sucht weiter nach der Leiche des seit 1991 vermissten Peter Gregorius. Sie will jetzt ein Waldstück bei Wadgassen wieder durchforsten.

Die Suche nach der Leiche von Peter Gregorius geht weiter. Archivfoto: BeckerBredel
Die Suche nach der Leiche von Peter Gregorius geht weiter. Archivfoto: BeckerBredel

Auf der Suche nach der Leiche von Peter Gregorius will die Polizei ein Waldstück bei Wadgassen (Kreis Saarlouis) weiter durchforsten. „Es ist eine weitere Absuche geplant, die je nach Witterung in der nächsten Woche abgeschlossen sein sollte“, sagte ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums am Mittwoch (6. Januar 2021) in Saarbrücken.

Suche nach Gregorius

Das Waldgebiet sei in drei Abschnitte unterteilt, die teils bereits mehrfach durchsucht worden seien. Bisher seien die sterblichen Überreste des seit September 1991 vermissten und mutmaßlich getöteten Mannes aus Völklingen nicht gefunden worden.

Mutmaßlicher Mörder begeht Suizid

Die Suchaktionen hatten im Spätsommer 2020 begonnen, nachdem sich im Zuge von Ermittlungen neue Hinweise ergeben hatten: In den Fokus waren drei Männer geraten, die im Verdacht stehen, den Mann in dem Wald umgebracht und die Leiche anschließend dort vergraben zu haben. Einer der drei, die in Untersuchungshaft kamen, war am Dienstag tot in seiner Zelle gefunden worden. Die Behörden gingen von einem Suizid aus. In einem Abschiedsbrief belastet er die beiden anderen mutmaßlichen Täter schwer.

Prozess soll im Februar beginnen

Trotz des Todesfalls: Der Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes gegen die anderen beiden Angeklagten solle Anfang Februar vor dem Landgericht Saarbrücken wie geplant beginnen, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch. Die Männer sollen laut Anklage den damals 27 Jahre alten Mann in das Waldstück gelockt und dort mit einem Stock und Tritten getötet haben.

Suche nach Leiche schwierig

Die Polizei ist weiter zuversichtlich, die sterblichen Überreste des Mannes finden zu können. Die Suche sei aber schwierig: „Bei einer Liegezeit von rund 30 Jahren ist unklar, was von dem Leichnam noch zu finden ist. Hier spielen insbesondere äußere Faktoren eine Rolle. Ferner haben sich in dieser Zeit das Gelände selbst und die Vegetation stark verändert.“

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigene Berichte