Krieg in Europa: Saarbrücken bereitet sich auf Aufnahme von Flüchtlingen vor

Aktuell bereitet sich Saarbrücken auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Im Zuge des Angriffs von Russland auf die Ukraine werden sich "viele tausend Menschen zur Flucht ins westliche Europa bewegen", sagte der Saarbrücker OB Uwe Conradt. "Ihnen muss geholfen werden".
Links im Bild: Saarbrücken (Foto: dpa/picture alliance/Oliver Dietze) | rechts: Gepanzerte Fahrzeuge, die durch die Stadt im nördlichen Teil der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim fahren (Foto: picture alliance/dpa/TASS/Sergei Malgavko
Links im Bild: Saarbrücken (Foto: dpa/picture alliance/Oliver Dietze) | rechts: Gepanzerte Fahrzeuge, die durch die Stadt im nördlichen Teil der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim fahren (Foto: picture alliance/dpa/TASS/Sergei Malgavko

Saarbrücken bereitet sich auf Aufnahme von Flüchtlingen vor

„Die Landeshauptstadt Saarbrücken bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor“, teilte ihre Pressestelle am heutigen Donnerstagnachmittag (24. Februar 2022) mit. In diesem Zusammenhang sagte Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU): „Der kriegerische Angriff Russlands auf die Ukraine wird viele tausend Menschen zur Flucht ins westliche Europa bewegen“. Diese Personen seien „Opfer eines Aggressors“. „Ihnen muss geholfen werden“, so Conradt weiter. Ebenso gelte das „für alle Menschen, die Zuflucht vor Krieg und Terror suchen“.

Eigens „Stab für besondere Ereignisse“ beschlossen

Wegen der zu erwartenden Zunahme von Flüchtlingen hat die Verwaltungsspitze der saarländischen Landeshauptstadt in der heutigen Sitzung beschlossen: „Für besondere Ereignisse“ soll eigens ein Stab eingerichtet werden. Man wolle vorbereitet sein, „wenn Flüchtlinge in unserer Stadt ankommen“, so die Angaben des Oberbürgermeisters.

Conradt: „Wir brauchen dabei Hilfe“

Der Saarbrücker OB weiter: „Wir – wie alle saarländischen und deutschen Kommunen – brauchen dabei Hilfe. Wohnraum muss angemietet, Bildungsangebote in den Kitas und Schulen sowie Integrationsangebote ausgeweitet werden – um nur beispielhaft einige der anstehenden Aufgaben zu nennen“. Das alles koste Geld und würde personelle Ressourcen binden, sagte er. Daher hat Conradt laut eigener Aussage bereits Innenminister Klaus Bouillon (CDU) angeschrieben und dabei „um Unterstützung gebeten und einen Dialog angeregt“. Der OB sei sich sicher, „dass die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Menschen in Saarbrücken groß sein wird“.

Abschließend teilte Conradt mit: „Ich bin mir auch sicher, dass wir als starke Stadtgesellschaft gemeinsam unseren Beitrag leisten können, Menschen, die vor Krieg und Tod fliehen, einen sicheren Zufluchtsort in unserer Stadt zu bieten“. Dafür stehe die saarländische Landeshauptstadt.

Solidaritätskundgebung am Abend

Derweil soll es in der Landeshauptstadt eine Solidaritätskundgebung für die Ukraine und den Frieden in Europa geben. Wie aus einem Facebook-Beitrag der Jusos Saar hervorgeht, ist die Veranstaltung für 19.00 Uhr vor dem Staatstheater (auf dem Tbilisser Platz) geplant.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Pressestelle der Landeshauptstadt Saarbrücken, 24.02.2022
– Facebook-Beitrag von Uwe Conradt, 24.02.2022
– Facebook-Beitrag der Jusos Saar