Saar-Einzelhandel: Wo jetzt höhere Preise und Engpässe zu Weihnachten erwartet werden

Einer neuen Umfrage im Handel zufolge müssen Kund:innen nicht nur mit Engpässen bestimmter Warten, sondern auch steigenden Preisen zum Weihnachtsgeschäft rechnen. Laut dem Leiter der Umfrage soll „manches Weihnachtsgeschenk“ vielleicht nicht lieferbar sein oder teurer werden. Betroffen ist auch der Einzelhandel im Saarland.

Kund:innen im Einzelhandel müssen sich wohl auf höhere Preise und Engpässe bei bestimmten Waren zu Weihnachten einstellen. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Berg

Lieferprobleme könnten höhere Preise im Einzelhandel verursachen

Engpässe bestimmter Waren und höhere Preise: Damit müssen Kund:innen im Einzelhandel einer neuen Umfrage zufolge rechnen. Wie das Ifo-Institut in München am Dienstag (12. Oktober 2021) auf seiner Webseite mitteilte, beklagten rund drei Viertel der befragten Einzelhändler:innen im September Probleme bei Lieferungen. In diesem Zusammenhang sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen: „Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden“. Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie seien „nun auch hier angekommen“.

Wo es zu Verzögerungen kommt

Wie aus der Ifo-Umfrage hervorgeht, kommt es vor allem bei Händler:innen von Fahrrädern zu Verzögerungen. „Im Fahrradeinzelhandel berichteten 100 Prozent aller befragten Unternehmen von Problemen bei ihren Bestellungen“, heißt es im Resümee der Umfrage. Derzeit sei „Sand im Getriebe der weltweiten Logistik“, so Wohlrabe zur Ursache der Verzögerungen. „Zudem sind Frachtraten in der Schifffahrt deutlich erhöht worden“.

Bei Baumärkten (rund 99 Prozent) und Möbelhäusern (rund 95 Prozent) würden die Nachwirkungen der hohen Holzpreise im ersten Halbjahr sichtbar. Auch in zahlreichen Elektrogeschäften komme es wegen Engpässen bei Chips und Halbleitern zu Problemen. „Die Industrie hat Preiserhöhungen angekündigt und diese kommt jetzt zwangsläufig im Einzelhandel an“, erklärte der Umfrageleiter.

Höhere Preise und Engpässe auch im Saar-Einzelhandel

Wie der „SR“ berichtet, bleibt auch der Saar-Einzelhandel nicht von der Entwicklung verschont – wenn auch nicht ganz so dramatisch. Derzeit seien die Innenstädte hierzulande „gut versorgt“, wird Fabian Schulz, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Einzelhandel und Dienstleistung Saarland, zitiert. Winterwaren seien bereits vor Monaten geliefert worden. Somit besteht laut Schulz keine Gefahr, Weihnachtsgeschenke nicht zu bekommen. Aber: Lieferengpässe gebe es auch hier. Und zwar überall dort, wo elektronische Bauteile benötigt werden. Als Beispiele nannte Schulz dem Medienbericht zufolge unter anderem Tablets, Smartphones und Fernseher.

Laut Rundfunksender rechnet der Landesverband Einzelhandel und Dienstleistung Saarland mit Preissteigerungen zwischen drei und sechs Prozent bis Weihnachten. Der Grund: steigende Kosten für beispielsweise Energie und Logistik. In den kommenden Monaten würden die Preissteigerungen womöglich an die Kund:innen weitergegeben.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– Saarländischer Rundfunk
– Webseite des Ifo-Instituts