Saar-Forscher: Beschlüsse „Augenwischerei“ – Ansturm auf Geschäfte wird nur verschoben

Laut dem Saarbrücker Forscher Thorsten Lehr steckt in den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern auch "Augenwischerei". Der Ansturm auf Geschäfte werde lediglich verschoben. Damit die Pandemie eingedämmt werde, müssten sich alle an die Kontaktregeln halten.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie müssen sich Menschen einem Wissenschaftler zufolge an die Kontaktbeschränkungen über Ostern auch wirklich halten. Die Infektionszahlen nach Weihnachten und Silvester hätten gezeigt, dass geltende Bestimmungen vielfach maximal ausgereizt oder überschritten würden, sagte der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr am Dienstag (23. März 2021) der Deutschen Presse-Agentur.

Schließungen an Ostern verschieben Ansturm nur

Lehr rechnet damit, dass die von Bund und Ländern geplanten Ladenschließungen an Gründonnerstag und in abgespeckter Form auch am Karsamstag einen Ansturm auf Geschäfte vor dem langen Wochenende lediglich verschieben werden. Insofern stecke in den Beschlüssen auch „Augenwischerei“, sagte Lehr. Die Menschen müssten die Maßnahmen auch wirklich umsetzen und sich an Regeln halten.

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Die wichtigsten Beschlüsse von Bund und Ländern im Überblick [/legacy_code]

Simulator zeigt Vorhersagen zur Corona-Entwicklung

Der Professor für klinische Pharmazie verantwortet einen Covid-19-Simulator, der Vorhersagen der Corona-Infektionen samt Krankenhausbettenbelegung, intensivmedizinischer Behandlung, Beatmung und Todesraten in den einzelnen Bundesländern und die Abschätzung von nicht-pharmazeutischen Interventionen ermöglichen soll.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur