Saar-SPD fordert Pflegebonus vom Land

Die SPD-Landtagsfraktion fodert einen Corona-bedingten Bonus für Beschäftigte in der Krankenpflege und im Notfallsanitätsdienst. Auf eine Einigung mit dem Bund könne man nicht länger warten.
Das Saarland solle laut SPD nicht länger auf den Bund warten und Pflegekräften einen Bonus zahlen. Symbolfoto: Tom Weller/dpa-Bildfunk
Das Saarland solle laut SPD nicht länger auf den Bund warten und Pflegekräften einen Bonus zahlen. Symbolfoto: Tom Weller/dpa-Bildfunk
Das Saarland solle laut SPD nicht länger auf den Bund warten und Pflegekräften einen Bonus zahlen. Symbolfoto: Tom Weller/dpa-Bildfunk
Das Saarland solle laut SPD nicht länger auf den Bund warten und Pflegekräften einen Bonus zahlen. Symbolfoto: Tom Weller/dpa-Bildfunk

„Das Land kann nicht mehr warten bis der Bund seiner Verantwortung gerecht wird“, so der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Magnus Jung. Stattdessen solle das Saarland finanziell in Vorlage treten und einen Pflegebonus finanzieren.

Verzögerung des Pflegebonus sei „schwerer Vertrauensbruch“

„Bundesgesundheitsminister Spahn hat im April ausdrücklich auch einen Pflegebonus für die Beschäftigten in der Krankenpflege in Aussicht gestellt“, erklärte Jung weiter. Dass die Umsetzung bislang gescheitert ist, sei für die Beschäftigten ein „schwerer Vertrauensbruch„. 

Einmalzahlungen nicht ausreichend für Aufwertung

Nach Ansicht des SPDlers reichten Einmalzahlungen nicht aus, um die Bedeutung der Pflege zu unterstreichen. Die Bundesregierung sei in der Verantwortung die Attraktivität der Berufe durch eine deutliche finanzielle Aufwertung zu steigern. Sonst laufe Deutschland Gefahr, dass sich der Personalmangel verschärft. Dadurch könnten auch Risiken für Patienten entstehen. 

Pflegekräfte verdienten trotz stabilem System zu wenig

„Nur aufgrund unseres stabilen Gesundheitssystems mit exzellentem medizinisch-pflegerischen Personal konnte Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bislang gut durch die Corona-Krise kommen“, so Jung. Dennoch verdienten Pflegekräfte im Vergleich zu Ärzten zu wenig. Das spiegele nicht mehr die steigende Verantwortung der Berufsgruppe wider. 

SPD fordert Unterstützung der Politik bei Pflegegipfel 

Im Rahmen eines großen Pflegegipfels müsse die Bundesregierung gemeinsam mit Tarifparteien und Kostenträgern eine Aufwertung forcieren. Am besten noch im laufenden Jahr. Ohne die Politik sei ein großer Wurf nicht machbar, da die Trägerlandschaft zersplittert und der gewerkschaftliche Organisationsgrad der Branche niedrig sei. 

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung der SPD Landtagsfraktion im Saarland