Saarbrücken gehört zu den „Kokain-Hauptstädten“ in Deutschland, sagt eine Studie

Ein Beitrag von "ZDFinfo" auf Instagram listet die neun "Kokain-Hauptstädte" in Deutschland auf - darunter auch die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken. In den genannten Städten, zu denen laut Auswertung ebenso Frankfurt und Berlin gehören, lande besonders viel Koks im Abwasser. Das sind die Zahlen dazu:
Saarbrücken gehört zu den "Kokain-Hauptstädten" in Deutschland, sagt eine Studie. Symbolfoto: David Ebener/dpa-Bildfunk
Saarbrücken gehört zu den "Kokain-Hauptstädten" in Deutschland, sagt eine Studie. Symbolfoto: David Ebener/dpa-Bildfunk

Studie: Saarbrücken gehört zu den „Kokain-Hauptstädten“ in Deutschland

Wie kommt das Kokain nach Europa? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein ZDF-Beitrag unter dem Titel „Drogen für Europa – Der Weg des Kokains“. Der Doku zufolge boome das millionenschwere Geschäft mit der Droge. In diesem Zusammenhang hat „ZDFinfo“ auf Instagram eine Grafik veröffentlicht, die die neun „Kokain-Hauptstädte“ in Deutschland auflistet. Darunter befinden sich etwa Berlin, Hamburg, Frankfurt – aber auch Saarbrücken („Platz neun von neun“):

 

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Ergebnisse der Studie

Als Quelle wird die sogenannte Wastewater analysis and drugs — a European multi-city study genannt. Darin geht es um die „Analyse kommunaler Abwässer auf Drogen […] zur Abschätzung ihres Konsums in der Bevölkerung„. Doch wie kommt der Beitrag von „ZDFinfo“ nun zur Auflistung von Saarbrücken als eine der Drogenmetropolen Deutschlands?

Dazu gibt es in den Studienergebnissen, die seit 2011 vorgestellt werden, eine interaktive Karte (jüngster Stand von 2020). Ein Klick auf Saarbrücken zeigt: 167,51 mg Kokain pro 1.000 Einwohner:innen sollen hier am Tag konsumiert werden. Im Falle von Hamburg, Platz eins auf der Liste, sollen es 459,17 mg sein, also etwa dreimal so viel. Spitzenplatz in Europa: Amsterdam und Zürich. Zuerst hatte die „Saarbrücker Zeitung“ über die Studie berichtet. Den vollständigen Beitrag der „SZ“ mit detaillierten Daten sowie Hintergründen findet ihr an dieser Stelle.

Hintergrund

Nach Angaben der Initiator:innen der Studie handelt es sich um das „bisher größte europäische Projekt auf dem Gebiet der neu entstehenden Wissenschaft der Abwasseranalyse„. In dessen Rahmen seien die Abwässer von rund 80 europäischen Städten und Gemeinden analysiert worden – um die Drogenkonsumgewohnheiten der Menschen zu untersuchen. Die Ergebnisse würden eine „wertvolle Momentaufnahme der Drogenströme“ aufzeigen.

Verwendete Quellen:
– Instagram-Post des „ZDF“
– Studie: „Wastewater analysis and drugs — a European multi-city study“
– Saarbrücker Zeitung