Saarbrücker Zoll stellt Mund-Nasen-Schutz aus Krokodil-Leder sicher

Das Hauptzollamt Saarbrücken hat einen Mund-Nasen-Schutz aus Krokodil-Leder sichergestellt. Ob den Paketempfänger straf- oder bußgeldrechtliche Konsequenzen erwarten, entscheidet das Bundesamt für Naturschutz.

Einen eher ungewöhnlichen Mund-Nasen-Schutz hat der Zoll in einer Frachtstation sichergestellt. Das geht aus einer Mitteilung des Hauptzollamts Saarbrücken hervor. Das Päckchen kam aus den USA.

Maske aus Krokodil-Leder

Nach Angaben der Beamtinnen und Beamten stand auf der Zollinhaltserklärung die Bezeichnung „Face Mask“. Ein routinemäßiger Check ergab, dass sich in der Postsendung eine Covid-19-Maske aus Krokodil-Leder befand.

„Die Krokodile sind durch den internationalen Handel bedroht und werden deshalb vom Washingtoner Artenschutzabkommen besonders geschützt„, geht aus der Mitteilung des Zolls hervor. Der Handel mit diesen Tieren sowie allen daraus erzeugten und verarbeiteten Produkten sei nur mit den entsprechenden Genehmigungen möglich.

Keine Genehmigung

Nach Angaben des Hauptzollamts lag der Sendung die Einfuhrgenehmigung des Bundesamts für Naturschutz nicht bei. Auch in den letzten vier Wochen sei sie nicht vorgelegt worden. Infolgedessen sei die Einfuhr der Krokodil-Maske nicht möglich.

Ob den Paketempfänger „straf- oder bußgeldrechtliche Konsequenzen erwarten, entscheidet das Bundesamt für Naturschutz„, so die Zöllnerinnen und Zöllner abschließend.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung des Hauptzollamts Saarbrücken, 19.10.2020

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