Schutz von Saisonarbeitern soll stärker kontrolliert werden

Der Schutz von ausländischen Saisonarbeitskräften soll künftig besser kontrolliert werden. Der saarländische Ressortchef Reinhold Jost (SPD) hatte bei der Agrarministerkonferenz am Freitag (8. Mai 2020) bessere Bedingungen für die Erntehelfer gefordert.
Wer holt den Spargel aus der Erde, wenn die Saisonarbeiter ausbleiben?. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Wer holt den Spargel aus der Erde, wenn die Saisonarbeiter ausbleiben?. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Wer holt den Spargel aus der Erde, wenn die Saisonarbeiter ausbleiben?. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Wer holt den Spargel aus der Erde, wenn die Saisonarbeiter ausbleiben?. Foto: Roland Weihrauch/dpa

In Zukunft sollen strengere Kontrollen von Gesundheits- und Arbeitsschutz der Helfer aus dem Ausland durchgeführt werden. Das sicherten die Agrarminister in der Schalte mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zu. 

Zusätzliche Regeln in Corona-Krise sollen dauerhaft werden

Die zusätzlichen Standards, die aktuell aufgrund der Corona-Pandemie gelten, sollen „dauerhaft implementiert werden“, so der Reinhold Jost, der bei der Konferenz in Saarbrücken den Vorsitz hatte. Er erachte es für wichtig, dass man diesen Menschen vernünftige Rahmenbedingungen bietet. 

Schwarze Schafe könnten allen schaden

Für die Kontrolle der Hygiene-, Arbeits- und Unterbringungsvorschriften sind die zuständigen Länder sind nun aufgefordert, bis Ende Mai Bericht über den Vollzug vor Ort zu erstatten. Klöckner äußerte dazu: „Am Ende ist es so: Wenn es schwarze Schafe gibt, dann schadet es allen.“ Sollten keine Saisonarbeitskräfte mehr nach Deutschland kommen dürften, „hätten wir ein Problem“. Dies gelte es unbedingt zu verhindern.

Anfang April hatte die Bundesregierung wegen drohender Engpässe in der Landwirtschaft, bis zu 80.000 Erntehelfern die Einreise im April und Mai erlaubt. 

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur