Schwerkranke sollen im Saarland früher geimpft werden

Menschen mit bestimmten schwersten Erkrankungen sollen im Saarland wohl früher gegen das Coronavirus geimpft werden. Eine Experten-Kommission soll festlegen, welche Betroffenen vorgezogen werden.

Patient:innen mit schweren Erkrankungen gehören laut Impfverordnung des Bundes in die Gruppe mit der dritthöchsten Priorität. Sofern sie jünger als 70 Jahre sind, können sie erst im Sommer mit einer Impfung gegen das Coronavirus rechnen. Im Saarland soll sich das nun für einige ändern.

Kommission berät, welche Patient:innen vorgezogen werden

Wie die Saarbrücker Zeitung („SZ“) berichtet, will das Gesundheitsministerium eine Experten-Kommission einrichten, die darüber berät, welche Betroffenen priorisiert werden sollen. Das Gremium soll aus Ärzt:innen und Ethiker:innen bestehen und sich für die Empfehlung zunächst mit Einzelschicksalen befassen. 

Menschen mit hohem Sterberisiko sollen priorisiert werden

Menschen mit einem hohen Sterberisiko sollten demnach laut Gesundheitspolitiker Magnus Jung (SPD) vorgezogen werden. Dies seien nicht nur Ältere, sondern auch Menschen, deren Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine Organtransplantation stark geschwächt sind. Für diese ende eine Infektion mit dem Coronavirus häufig tödlich. Auch Patient:innen mit der Lungenkrankheit COPD, der Nervenkrankheit ALS oder einer schweren Parkinson-Erkrankung seien laut CDU-Sozialpolitiker Hermann Scharf zu berücksichtigen. 

Wie die „SZ“ weiter berichtet, sollen in der kommenden Woche nähere Einzelheiten bekannt werden. Zuletzt hatte eine Saarländerin mit einer schweren Vorerkrankung auf sofortige Corona-Impfung geklagt. 

Verwendete Quellen:
– Saarbrücker Zeitung
– Eigener Bericht