SEK-Einsatz in Neunkirchen: 23-Jähriger soll auf Polizisten geschossen haben

Am gestrigen Samstagabend (6. April) wurde bei einem SEK-Einsatz in Neunkirchen eine verdächtige Person festgenommen. Die Polizei gab nun erste Informationen über den Einsatz bekannt.
Die Polizei sperrte die Marienstraße in Neunkirchen für mehrere Stunden. Foto: Brandon Lee Posse
Die Polizei sperrte die Marienstraße in Neunkirchen für mehrere Stunden. Foto: Brandon Lee Posse
Die Polizei sperrte die Marienstraße in Neunkirchen für mehrere Stunden. Foto: Brandon Lee Posse
Die Polizei sperrte die Marienstraße in Neunkirchen für mehrere Stunden. Foto: Brandon Lee Posse

Bei der festgenommenen Person handelt es sich um einen 23-jährigen Mann, den die Polizei bereits seit einiger Zeit wegen eines Raubdeliktes sucht. 

Versuchter Raubüberfall in Neunkirchen

Am frühen Morgen des Samstags (23. März) soll der Verdächtige einem 59-Jährigem in der Neunkircher Innenstadt aufgelauert haben. Der Geschädigte hatte eine Bargeldabhebung getätigt. Der 23-Jährige näherte sich dem Mann am Bankautomaten und forderte ihn unter Vorhalt einer Schusswaffe auf, das Geld herauszugeben. Der bedrohte Mann konnte jedoch die Tat vereiteln und blieb dabei unverletzt. Der Verdächtige flüchtete daraufhin in unbekannte Richtung. 

Schüsse auf Polizeibeamte

Doch damit nicht genug. Es besteht darüber hinaus der Verdacht, dass ebendieser Verdächtige bereits in der Nacht vom 24. auf den 25. Februar im Bereich der Marienstraße in Neunkirchen auf zwei Polizeibeamte geschossen hatte. Der Vorfall ereignete sich bei Ermittlungen zu einem vorangegangenen Diebstahl, bei dem ein Roller entwendet wurde, den der Verdächtige im Anschluss zum Verkauf anbot. Als die Beamten den Roller vor Ort feststellten und an den Verkäufer herantraten, zog dieser eine Schusswaffe und richtete sie auf die Polizisten. Die beiden Ermittler zogen sich zurück, der Verdächtige schoss dennoch zweimal in ihre Richtung, bevor er flüchtete. 

SEK-Einsatz am Donnerstag ohne Erfolg

Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Am 4. April erhielt die Polizei jedoch im Rahmen eines anderen Polizeieinsatzes einen Hinweis zum Verdächtigen und dessen Aufenthaltsort. Zeugenaussagen brachten den 23-Jährigen in Zusammenhang mit den Taten. Auch der Besitz einer Schusswaffe wurde bestätigt. Bei einem SEK-Einsatz am Donnerstag konnte der Verdächtige jedoch nicht ergriffen werden. Der junge Mann hielt sich seit dem Angriff auf die Polizisten verborgen. 

Verdächtiger stellte sich der Polizei

Am gestrigen Samstag jedoch meldete er sich telefonisch bei der Polizei. Vermutlich erlag er dem Fahndungsdruck. Er gab an, sich stellen zu wollen, bekräftigte jedoch weiterhin, dass er im Besitz einer Schusswaffe sei. Daher wurde der Bereich um die Wohnung von der Polizei weiträumig abgesperrt. Der Verdächtige konnte jedoch nicht dazu bewegt werden, das Gebäude zu verlassen. Daher mussten die Spezialeinsatzkräfte in die Wohnung eindringen, wo sich der Mann schließlich widerstandslos festnehmen ließ. Auch seine Schusswaffe konnte dabei sichergestellt werden. 

Weitere Ermittlungen wurden eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Heute Mittag ist die Vorführung beim Bereitschaftsgericht angesetzt.

Update: Verdächtiger in Untersuchungshaft

Der Tatverdächte wurde gegen 12 Uhr beim zentralen Bereitschaftsgericht in Saarbrücken vorgeführt. Nach entsprechendem Sachvortrag wurde ihm der Haftbefehl (Untersuchungshaft) verkündet. Im Anschluss wurde der Mann ohne besondere Vorkommnisse der JVA in Saarbrücken zugeführt.