Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen mutmaßlichen Millionen-Betrüger

Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft leitet das wohl größte Ermittlungsverfahren wegen Online-Betrugs europaweit. Verdächtigt werden fünf Männer, die auf Wett-Plattformen Nutzer um hunderte Millionen gebracht haben sollen. Der mutmaßliche Kopf der Bande sitzt jetzt in der JVA Saarbrücken.
Die Betrüger sollen Nutzer auf Online-Wettplattformen um mehrere hundert Millionen Euro gebracht haben. Symbolfoto: Ole Spata/dpa-Bildfunk
Die Betrüger sollen Nutzer auf Online-Wettplattformen um mehrere hundert Millionen Euro gebracht haben. Symbolfoto: Ole Spata/dpa-Bildfunk
Die Betrüger sollen Nutzer auf Online-Wettplattformen um mehrere hundert Millionen Euro gebracht haben. Symbolfoto: Ole Spata/dpa-Bildfunk
Die Betrüger sollen Nutzer auf Online-Wettplattformen um mehrere hundert Millionen Euro gebracht haben. Symbolfoto: Ole Spata/dpa-Bildfunk

Der gebürtige Sauerländer ist Hauptverdächtiger der Ermittlungen. Der 56-Jährige wurde bereits im Januar in Österreich verhaftet und mittlerweile nach Deutschland ausgeliefert. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken dem „SR“. Auch ein Komplize, der seit August in Albanien in Untersuchungshaft sitzt, soll in die Bundesrepublik überführt werden. 

Hunderte Millionen Euro bei Online-Wetten eingestrichen

Sie sollen Teil einer Gruppe aus fünf Männern sein, denen gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen wird. Auf insgesamt fünf Online-Plattformen sollen sie fingierte Finanzwetten angeboten haben. Die Nutzer können etwa auf die Entwicklung von Aktienkursen setzen.

Wie der „SR“ berichtet, waren die Wetten aber wohl gezinkt. Sofort nach der Einzahlung sollen die Hintermänner das Geld eingestrichen haben. Auf „Option888“, „TradeInvest90“, „TradoVest“, „ZoomTrader“ und „XMarkets“ hatten sich in Deutschland über 200.000 Interessierte registriert. Laut „SR“ könne der Schaden in die hunderte Million gehen.

Zahlreiche weitere Plattformen noch in Betrieb

Im Rahmen der Ermittlungen werden, so der Medienbericht, derzeit mehrere Terabyte an Daten ausgewertet, die bei 35 Razzien in fünf Ländern sichergestellt wurden. Obwohl das Verfahren das wohl größte seiner Art in Europa ist, betrachtet es nur die Spitze des Eisbergs.

Man geht von hunderten weiteren Plattformen aus, die nach wie vor in Betrieb sind. Wie der „SR“ angibt, meldeten sich nach ersten Medienberichten zahlreiche Betroffene, die bis zu fünfstellige Summen verloren hatten.  

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk