Stadt Saarbrücken will Hundeverbotszone einrichten

Lautes Gebell, unhygienisches Rumgekote und wedelnde Schwänze: Damit soll bald Schluss sein. Zumindest wenn es um das Stadtbild Saarbrückens geht.
Saarbrücken soll hundefrei werden. Ausgangsbild: Becker & Bredel; Fotomontage: SOL.DE
Saarbrücken soll hundefrei werden. Ausgangsbild: Becker & Bredel; Fotomontage: SOL.DE
Saarbrücken soll hundefrei werden. Ausgangsbild: Becker & Bredel; Fotomontage: SOL.DE
Saarbrücken soll hundefrei werden. Ausgangsbild: Becker & Bredel; Fotomontage: SOL.DE

Das Innenministerium des Saarlandes und die Saarbrücker Stadtverwaltung kündigten im Januar an, eine langfristige Waffenverbotszone für Teile der Innenstadt einrichten zu wollen. Demnach würde das Mitführen von gefährlichen Gegenständen – beispielsweise Messern oder Schreckschusswaffen – mit einem Bußgeld geahndet werden.

Am heutigen Montag (01. April 2019) kündigte die Stadt nun an, die geplante Waffenverbotszone um einen bestimmten Aspekt erweitern zu wollen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, beschränke sich das Vorhaben nicht nur darauf, mutmaßlich gefährliche Bürger an die Leine zu nehmen.

Konkret beutetet das: Die saarländische Landeshauptstadt soll künftig hundefrei werden. Dafür arbeite die Landesregierung an einer Verordnung, die das Einrichten von sogenannten Hundeverbotszonen erlauben soll. Doch warum möchte man den Vierbeinern überhaupt den Biss nehmen?

Hundeverbotszone in Saarbrücken: Das sind die Gründe

Die Stadtverwaltung hat diesbezüglich eine klare Haltung: Lautes Gebell, unhygienisches Romgekote sowie (vor allem) wedelnde Schwänze schaden dem Bild der Stadt. Zudem sei das Verweilen der Tiere im Bereich des Hauptbahnhofs nur ungern gesehen, da man diesen Platz bereits dem Treffen der Tauben zugesprochen habe, heißt es.

Seitens der Stadt gibt es jedoch nicht nur Befürworter. Rainer Köther, der Hundebeauftragte Saarbrückens, sagte vor wenigen Tagen dazu: „Hunde sind wie Engel ohne Flügel.“ Diese Tiere als gefährlich zu bezeichnen, grenze an einen Aprilscherz.

Jung Huskatt, der den Lehrstuhl  des interdisziplinären „Animal Forensics Institute“ in Kattowitz leitet, sieht das jedoch anders. Der Meinung von Köther entgegnet er: „Sie können es auf Wikipedia nachlesen, was soll ich sonst noch weiter sagen. Dort ist ein Artikel, der heißt ‚Gefährlicher Hund‚. Das dürfte meinen Punkt ziemlich deutlichen machen.“

Wie es nun weitergeht? Erst einmal muss die Landesregierung ihre Verordnung durchringen. In Insider-Kreisen kursiert derweil die Meinung, dem Papier fehle noch der nötige Biss. Und auch die Hunde sehen das Ganze missmutig. Die Rute senken wolle man jedoch nicht; eine Demo sei für Montagabend geplant, wie aus einer Pressemitteilung des saarländischen Hundeverbands „Bello“ hervorgeht.