Stellenabbau bei der Bahn: 500 Jobs im Saarland auf der Kippe
Auch im Saarland soll der geplante Stellenabbau bei der Bahn die Beschäftigten treffen. Das fürchtet der Landesvorsitzende der Eisenbahn-Verkehrsgewerkschaft EVG Saar Ralf Damde. Wie er dem „SR“ berichtet, könnten 500 Jobs wegfallen – ein Viertel der Beschäftigten.
Abbau könnte Ende für Bahn-Standort im Saarland bedeuten
Laut Damde würde der Personalabbau im Saarland das Ende des Bahnstandortes bedeuten. Daher dürfe Verkehrspolitik nie allein aus Berliner Perspektive gemacht werden. Vielmehr müsse man auch Vertreter aus der Region hinzuziehen.
Corona-Krise bei der Bahn: 10.000 Arbeitsplätze gefährdet
Durch die Corona-Krise fielen bis zu 90 Prozent der Fahrgäste im Fernverkehr weg. Die Verluste sollen zwar durch Milliardenzuschüsse ausgeglichen werden, dafür verlangt das Finanzministerium jedoch Einsparungen – auch beim Personal. Dazu will man unter anderem die Ausbildungszahlen halbieren. Dies sei laut Damde mit der EVG jedoch nicht zu machen.
Mehr als 10.000 Arbeitsplätze bundesweit sind nach Angaben der Gewerkschaft bei der Bahn gefährdet. Etwa 211.000 Beschäftigte sind bei der Bahn angestellt, davon 2.000 im Saarland.
Hoffnung auf Verkehrswende nach der Pandemie
Wie der „SR“ berichtet, heißt es aus Bahnkreisen, dass es dauern wird, bis zu Fahrgastzahlen wieder das Prä-Corona-Niveau erreichen. Dann würden jedoch die Themen Klimaschutz und Verkehrswende wieder aktuell und somit auch die Debatte um den öffentlichen Verkehr. Die EVG dagegen kritisiert, dass durch die Pläne Klimaschutzziele in weite Ferne rückten.
Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk