Sternschnuppennacht 2021: Perseiden glühen wieder am Nachthimmel

In der ersten Augusthälfte sind auch über dem Saarland wieder Scharen von Sternschnuppen zu sehen. Die Perseiden sorgen alljährlich für ein Spektakel am Nachthimmel.

Sternschnuppen der Perseiden sind in der kommenden Woche am Nachthimmel zu sehen. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

Wer gerne in die Sterne schaut, kann sich auf die kommende Woche freuen. Denn die Sternschnuppen der Perseiden erscheinen in der ersten Augusthälfte wie in jedem Sommer zu Hunderten am Nachthimmel.

Meteore im Minutentakt erwartet

Die Voraussetzungen, in diesem Jahr viele Sternschnuppen zu sehen, sind gut. Wie die Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland erklärt, geht der Mond bereits am späten Abend unter. Somit hellt sein Licht nicht den Himmel auf. Der Blick auf die verglühenden Staubteile bleibt damit ungestört. „Unter optimalen Bedingungen kann man so alle ein bis zwei Minuten einen Meteor über den Himmel huschen sehen“, so die Vereinigung.

Höhepunkt des Sternschnuppenschauers am 12. und 13. August

Den Sternenfans zufolge erreicht der Meteorstrom der Perseiden in den Nächten zum 12. und 13. August seinen Höhepunkt. Nach Mitternacht sind dann in Richtung Osten Dutzende Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Aber auch an den Wochenenden vor und nach dem Maximum können Menschen in Deutschland bereits verglühende Teilchen am Himmel entdecken.

Trümmer eines Kometen verglühen in der Atmosphäre

Die Perseiden verdanken ihren Namen dem Sternbild Perseus, aus dem sie scheinbar kommen. Tatsächlich sind sie aber die Wolke von Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Nach Angaben der Sternfreund:innen entdeckten Lewis Swift und Horace Tuttle den Himmelskörper am 19. Juli 1862 unabhängig voneinander. Da er für einen Umlauf um die Sonne rund 133 Jahre braucht, dürfte er von der Erde aus im Jahr 2126 zum nächsten Mal zu sehen sein.

Auf seiner Umlaufbahn verliert der Komet Brösel, die dann in der Erdatmosphäre verglühen, so das Planetarium Hamburg. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne die kosmische Trümmerspur. Dadurch fallen die Partikel auf die Atmosphäre wie Regentropfen auf eine Autoscheibe. Sie verglühen etwa 100 bis 80 Kilometer über der Erdoberfläche und sind dann von der Erde aus als Sternschnuppen zu sehen.

Sternschnuppen besonders an dunklen Orten zu sehen

Einige der Staubteile glühen hell genug, um auch im Lichtsmog von Großstädten sichtbar zu sein. Dennoch rät das Planetarium, einen dunklen Ort ohne störendes Licht aufzusuchen. Auch dort müssen Sternengucker:innen aber Geduld haben. Denn die Sternschnuppen tauchen wohl in Schüben auf. Zudem müssen sich die Augen zunächst an die Dunkelheit gewöhnen.

Wie wird das Wetter im Saarland in der Sternschnuppen-Nacht?

Noch unklar ist, ob Wolken die Sicht auf den Nachthimmel und damit auch die Perseiden verdecken. Laut einer aktuellen Trendprognose des Deutschen Wetterdienstes erwartet Deutschland in der kommenden Woche eine kurze Sommerwelle. Die Nacht zum Donnerstag, in der die meisten Sternschnuppen zu sehen sein sollen, wird es demnach gering bewölkt oder sogar klar. Aktuellen Vorhersagen zufolge ist es im Saarland auch am Freitag noch warm, allerdings auch wolkig. 

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presseagentur
– DWD

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