Tobias Hans will auch in Zukunft am Saarland-Modell festhalten: Das sind die Gründe

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat angekündigt, dass er auch bei einer möglichen weiteren Corona-Welle am Saarland-Modell festhalten wolle. Dieses sei aus mehreren Gründen weiterhin ein wichtiges Steuerungssystem in der Pandemie.

Tobias Hans will auch in Zukunft am Saarland-Modell festhalten. Archivfoto: BeckerBredel
Tobias Hans will auch in Zukunft am Saarland-Modell festhalten. Archivfoto: BeckerBredel

Tobias Hans will auch in Zukunft am Saarland-Modell festhalten

Am heutigen Dienstag (13. Juli 2021) hat Ministerpräsident Tobias Hans angekündigt, dass er auch im Falle einer weiteren Corona-Welle am Saarland-Modell festhalten wolle. Hans begründete dies mit Studienergebnissen, die eine Gruppe von Expert:innen am Dienstagmorgen dem saarländischen Ministerrat im Rahmen einer Videobesprechung über die aktuelle Infektionslage und den weiteren Umgang mit Infektionsschutzmaßnahmen vorgestellt habe.

Saarland-Modell schaffe mehr Sicherheit für alle

Demnach biete das Saarland-Modell zahlreiche Vorteile bei der Pandemiebekämpfung. „Prof. Dr. Kauermann und sein Team haben festgestellt, dass Schnelltests die Dunkelziffer verringern und somit auch die Infektionsfälle reduzieren können. Das zeigt, dass die Kernstrategie des Saarland-Modells funktioniert – es schafft mehr Sicherheit für alle und minimiert das Risiko, das Infektionsgeschehen bei den Öffnungsschritten unter dem Radar wieder anzuheizen“, so Hans.

Hans: Saarland-Modell ist wichtiges Steuerungssystem

Für den saarländischen Ministerpräsidenten stellt das Saarland-Modell insofern ein immens wichtiges Steuerungssystem dar. „Klar ist: Corona wird uns trotz der fortschreitenden Impfungen noch eine ganze Weile vor Herausforderungen stellen. Umso wichtiger ist ein langfristiges Steuerungssystem wie das Saarland-Modell, mit dem wir der Pandemie ohne erneute starke Grundrechtseinschränkungen dauerhaft die Stirn bieten können. Wir wollen deshalb auch bei einer möglichen neuen Welle weiterhin am Saarland-Modell festhalten – das ist für mich der beste Weg, die Menschen bei der Pandemie-Bekämpfung mitzunehmen“, erklärte Hans weiter.

Impfung bleibt das schärfste Schwert im Kampf gegen Corona

„Das schärfste Schwert, um Corona den Schrecken zu nehmen“ bleibe für den CDU-Politiker allerdings auch weiterhin die Impfung. „Wir setzen deshalb alles daran, den Zugang zur Impfung durch niedrigschwellige Vor-Ort-Angebote so einfach wie möglich zu machen“, betonte der Ministerpräsident.

Wirtschaftsministerin Rehlinger will stärker für Impfung werben

Auch für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) bleiben die Corona-Impfungen von zentraler Bedeutung. Der Blick auf andere Länder zeige, dass man auch in Deutschland im Herbst auf eine neue Situation vorbereitet sein müsse. „Inzidenzen und Hospitalisierungen hängen durch die Impfquote zum Beispiel nicht mehr so eng zusammen wie im Winter 2020. Das müssen wir durch mehr Impfungen verstärken! Wir müssen die Impfungen leichter zugänglich machen, in die Quartiere bringen und viel stärker für die Impfung werben“, so Rehlinger.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der saarländischen Landesregierung vom 13.07.2021