Tod nach Behandlungsfehler? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Homburger Klinikdirektor

Gegen den Homburger Professor Hans-Joachim Schäfers läuft zurzeit ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Eine Schwerbehinderte war Anfang Mai infolge nach einer Operation am Uniklinikum ums Leben gekommen. Ihr Vater erhebt schwere Vorwürfe gegen den Arzt und die Klinikverantwortlichen.

Gegen den Direktor der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäß-Chirurgie in Homburg ermittelt die Staatsanwaltschaft. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa-Bildfunk.
Gegen den Direktor der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäß-Chirurgie in Homburg ermittelt die Staatsanwaltschaft. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa-Bildfunk.

Wegen fahrlässiger Tötung ermittelt die Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegen Professor Dr. Hans-Joachim Schäfers. Der Mann ist am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg als Direktor der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäß-Chirurgie tätig.

Wie die „SZ“ berichtet, hat ein Mediziner aus Österreich Schäfers angezeigt. Dessen schwer behinderte Tochter war nach einem Notfall-Eingriff in der Homburger Herzchirurgie Anfang Mai gestorben. Bei einer vorangehenden Operation am offenen Herzen der 32-Jährigen soll es einen Behandlungsfehler gegeben haben, vermutet der Vater. Demnach hätte die 32-Jährige schwer geblutet, was allerdings nicht nach den Regeln ärztlicher Kunst behandelt worden sei, so der Anzeigensteller laut „SZ“.

Zudem seien der Leiche der Tochter Organe entnommen worden, ohne dass Angehörige dem zugestimmt hätten, so der Zahnmediziner. „Bei dem tragischen Tod der Patientin ist von einem schicksalhaften Ereignis auszugehen. Die Vorwürfe gegen meinen Mandanten werden zurückgewiesen. Wir kooperieren selbstverständlich mit den Ermittlungsbehörden“, so der Anwalt von Klinikdirektor Schäfers, Joachim Giring,  in der „SZ“.

Verwendete Quellen:
• Saarbrücker Zeitung

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