Tourismus-Branche im Saarland besonders hart von Corona getroffen

Laut dem Sparkassen-Tourismusbarometer ist die Branche im Saarland von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Umsatzausfälle führen bei zahlreichen Unternehmen zu Existenzgefährdungen. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger appelliert, dass man sich von der Krise nicht entmutigen lassen dürfe.
Die Tourismus-Branche ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer
Die Tourismus-Branche ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer
Die Tourismus-Branche ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer
Die Tourismus-Branche ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer

Tourismus-Branche im Saarland hart getroffen

Die Tourismus-Branche im Saarland ist laut Sparkassen-Tourismusbarometer von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Während die vergangenen Jahre ein ständiger Aufwind des Tourismus im Saarland zu verzeichnen gewesen sei und man im Jahr 2019 erstmals mehr als 3,2 Millionen Übernachtungen verzeichnete, stehe das Jahr 2020 vollständig unter dem Eindruck der Corona-Pandemie.

So beziffert der Sparkassen-Tourismusbarometer die touristischen Umsatzausfälle im Saarland alleine aus dem ersten Lockdown im Frühjahr auf rund 270 Millionen Euro. Laut einer aktuellen Umfrage des Dehoga-Bundesverbandes gaben 71,3 Prozent der Betriebe an, dass ihre Existenz aktuell gefährdet sei.

Politik ist gefragt

„Die Tourismusindustrie ist von der Corona-Pandemie überdurchschnittlich stark betroffen“, betont Dr. Christian Molitor, Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Saar. Alleine die Sparkassen im Saarland hätten im Bereich ihrer Firmenkunden über 4.000 Kredite mit einem Stundungsbetrag von rund 63 Millionen Euro ausgesetzt. „Nun muss die Politik dafür Sorge tragen, dass die Branchenhilfen und vor allem die zugesagten Novemberhilfen schnellstmöglich ausgezahlt werden, um der saarländischen Tourismusbranche schnell und effizient zu helfen“, ergänzt Molitor.

Rehlinger: Man darf sich nicht entmutigen lassen

Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (CDU) sagte, dass die saarländische Tourismus-Branche nach dem tollen Lauf der letzten Jahre nun von der Corona-Krise mit aller Härte getroffen wurde. Man dürfe sich nun allerdings nicht entmutigen lassen, da man diesen Kampf nicht alleine kämpfe.

„In ganz Deutschland, auf der ganzen Welt, müssen wir der Tourismusbranche wieder auf die Beine helfen. Im Saarland machen wir das, indem wir Geld in die Hand nehmen und die Hotellerie und das Gastgewerbe unterstützen, wo wir nur können. Neben allen Corona-Soforthilfen und Überbrückungshilfen, haben wir jetzt auch ein Sonderkonjunkturprogramm für die Branche aufgelegt“.

Der Vorteil für den Tourismus im Saarland sei laut Rehlinger, dass Corona die Nachfrage für Aktiv- und Natururlaube verstärkt habe. „Das sind unsere Wachstumssegmente im Saartourismus. Wir besinnen uns auf unsere Stärken, um aus der Krise Zukunft zu machen“, so Rehlinger.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung des Sparkassenverbands Saar