ver.di will mehr Lohn für Beschäftigte im Saar-Einzelhandel: Tarifverhandlungen beginnen

Trotz Corona-Krise sind aus Sicht von ver.di im Einzelhandel immer noch Gewinne erzielt worden. Arbeitnehmer:innen sollten daran beteiligt werden, fordert die Gewerkschaft. Die Tarifverhandlungen beginnen am Dienstag.

Die Tarifverhandlungen für den saarländischen Einzelhandel beginnen am morgigen Dienstag (18. Mai 2021). Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten unter anderem mehr Lohn, wie sie am Montag mitteilte.

Das fordert ver.di

Demnach sollen alle Einkommen im tarifgebundenen Einzel- und Versandhandel um 4,5 Prozent und 45 Euro erhöht werden. Außerdem fordert ver.di ein „rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro je Arbeitsstunde“. Die Laufzeit der Tarifverträge für Einkommen soll zwölf Monate betragen, Verträge sollten außerdem wieder allgemeinverbindlich werden.

„Dass die Beschäftigten im Handel Außergewöhnliches leisten, wissen wir nicht erst seit Corona“, so Monika Di Silvestre, Landesfachbereichsleiterin für den Handel und Verhandlungsführerin der ver.di. Es sei „unbegreiflich, warum es für eine Branche, in der so viele Menschen beschäftigt sind, deren Arbeit für so viele Bürgerinnen und Bürger wichtig ist, keine allgemeinverbindlichen Tarifverträge gibt“. Diese Tatsache führe seit Jahren dazu, dass Arbeitgeber:innen Tarifflucht begingen, um dann ihren Beschäftigten ein geringeres Einkommen bezahlen zu müssen, so Di Silvestre.

Gewerkschaft: Beschäftigte an Gewinnen beteiligen

Die Beschäftigten im Handel sollten aus Gewerkschaftssicht dringend an den „immer noch guten Gewinnen“ beteiligt werden, die trotz der Corona-Krise und des Lockdowns erzielt worden seien. Die Angestellten benötigten dringend mehr Einkommen, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können und um später in der Rente nicht von Altersarmut betroffen zu sein, so Verhandlungsführerin Di Silvestre.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der ver.di, 17.05.2021

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