Versuchter Mord in Rehlingen-Siersburg: Ulrich A. muss ins Gefängnis

Das Landgericht Saarbrücken hat einen 58-Jährigen wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau verurteilt.
Mit einer abgeschlagenen Flasche versuchte Ulrich A., seine Ehefrau umzubringen. Symbolfoto.
Mit einer abgeschlagenen Flasche versuchte Ulrich A., seine Ehefrau umzubringen. Symbolfoto.
Mit einer abgeschlagenen Flasche versuchte Ulrich A., seine Ehefrau umzubringen. Symbolfoto.
Mit einer abgeschlagenen Flasche versuchte Ulrich A., seine Ehefrau umzubringen. Symbolfoto.

Wegen versuchten Mordes hat das Landgericht Saarbrücken den 58-jährigen Ulrich A. zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. In einem Altenheim in Niedaltdorf, einem Ortsteil von Rehlingen-Siersburg, hatte er im Februar versucht, seine Ehefrau zu töten.

Die 63-Jährige war wegen einer Erkrankung des Nervensystems in dem Pflegeheim untergebracht und dauerhaft hochgradig bewegungseingeschränkt. Ulrich A. hatte bei dem Mordversuch seine Frau in deren Rollstuhl zwischen Möbeln eingekeilt und dann eine Glasflasche auf ihrem Kopf zerschlagen. Anschließend fügte er ihr mit dem abgeschlagenen Flaschenkopf am Hals Schnitte zu, um sie zu töten.

Als eine Pflegekraft die Schreie hörte und einschritt, ließ der Saarwellinger von seiner Frau ab und flüchtete. Sie erlitt eine blutende Kopfwunde und eine Ritzverletzung am Hals.

A. will länger in Haft bleiben

Danach versuchte der 57-Jährige sich mehrfach das Leben zu nehmen. Bei einem dieser Suizidversuche wurde er schwer verletzt und kurz darauf von der Polizei festgenommen.

Ulrich A. hatte die Tat vor Gericht gestanden. Er sagte, er habe seine Ehefrau von ihrem Leid erlösen und sie nach seinem geplanten Selbstmord nicht alleine zurücklassen wollen. In seinem Schlusswort vor dem Urteil bat er die Richter, ihn nach der Haft weiter zu inhaftieren. Er habe Angst, erneut zu versuchen, sich umzubringen.

Wir berichten normalerweise nicht über Suizide und Suizidversuche, um keine Nachahmer zu ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn du oder eine Person in deinem Umfeld Selbstmordgedanken hat, wende dich bitte umgehend an Hilfestellen. Informationen findest du hier.

Verwendete Quellen:
• Saarländischer Rundfunk
• eigene Berichte