Versuchter Schatzraub in Trier: Verdächtiger festgenommen

Die Polizei hat einen 28-Jährigen aus den Niederlanden festgenommen. Er soll einer der mindestens drei Täter sein, die vor eineinhalb Jahren den riesigen Goldschatz in Trier klauen wollten.

Die Täter wollten den Trierer Goldschatz stehlen. Foto: Polizei
Die Täter wollten den Trierer Goldschatz stehlen. Foto: Polizei

Gut eineinhalb Jahre nach dem versuchten Raub eines riesigen Goldschatzes aus dem Rheinischen Landesmuseum in Trier/Rheinland-Pfalz ist ein mutmaßlicher Täter verhaftet worden. Der 28-jährige Niederländer sei anhand einer DNA-Spur, die an einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche gesichert wurde, überführt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Trier am heutigen Dienstag (4. Mai 2021) mit.

Sie wollten mehr als 2.600 Münzen klauen

Man gehe davon aus, dass er einer von mindestens drei Tätern war, die die mehr als 2.600 Münzen aus purem Gold stehlen wollten. Der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit ist das Aushängeschild des Museums in Trier.

Täter flüchten ohne Beute

Die Täter waren am 8. Oktober 2019 über ein Baugerüst und ein ausgehebeltes Fenster in das Museum eingedrungen. Sie hätten sich „zielgerichtet“ zum Münzkabinett begeben, wo der Schatz ausgestellt war, hieß es. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen – mit einem Gewicht von insgesamt 18,5 Kilogramm – zu öffnen. Sie flüchteten ohne Beute, da die Alarmanlage ausgelöst worden war und die Polizei kam.

Niederländer bestreitet Tat

Der 28-Jährige sei aufgrund eines europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen und Mitte Dezember 2020 an Deutschland ausgeliefert worden. Die Staatsanwaltschaft habe Anklage wegen gemeinschaftlich begangenen versuchten Diebstahls im besonders schweren Fall erhoben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft und hat die Vorwürfe bestritten. Die Mittäter konnten noch nicht ermittelt werden.

Wert des Schatzes wohl unschätzbar

Der Trierer Goldschatz war 1993 überraschend bei Bauarbeiten für ein Parkdeck in der ehemaligen Römerstadt gefunden worden. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar. Er soll vermutlich im Sommer 2021 wieder im Museum zu sehen sein. Das Münzkabinett wurde in der Zwischenzeit sicherheitstechnisch aufgerüstet. Über den versuchten Gold-Raub war auch in der Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ berichtet worden.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigene Berichte

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