Miet-Frage von Saarbrücker verwirrt Scholz und Zuschauer:innen der ARD-„Wahlarena“

Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) hat sich erst kürzlich in der ARD-„Wahlarena“ den Fragen der Bürger:innen gestellt. Dabei blieb er weitestgehend souverän und ruhig. Die Frage eines Saarbrückers sorgte für Verwirrung.

Im Bild: Olaf Scholz (SPD), Spitzenkandidat seiner Partei bei der kommenden Bundestagswahl, betritt die ARD-„Wahlarena“. Foto: dpa-Bildfunk/Axel Heimken

Die Bundestagswahl rückt immer näher, in weniger als drei Wochen ist es so weit. Für Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) sehen die Umfragewerte nach aktuellen Stand gut aus. Nun stellte sich der Politiker den Fragen der Bürger:innen live in der ARD-„Wahlarena“. Auch ein Mann aus dem Saarland kam dabei zu Wort.

Frage von Saarbrücker sorgt für Verwirrung

„Ich habe eigentlich jetzt mal ’ne banalere Frage„, so Andreas M. aus Saarbrücken. „Warum muss ich, warum hab ich als Mieter ’ne Kündigungsfrist von drei Monaten? Dazu kommt’s, dadurch kommt’s dazu in der Regel dadurch, dass ich eben für zwei Wohnungen Miete zahlen muss.“ Er sehe den Sinn darin nicht. Seiner Auffassung nach könne man einen Umzug planen mit nur einem Monat Kündigungsfrist. Das könnte man „relativ schnell beschließen“, so der Zuschauer weiter. Ansonsten entstünde ja „eine finanzielle Doppelbelastung“.

Anschließend beklagte der Saarbrücker minutenlang seine persönliche Lage, in den letzten zehn Monaten sei er zweimal umgezogen – aus „guten Gründen“. Von Scholz hingegen bislang kein Wort zu den Schilderungen des Mannes. Derweil kritisierte der Zuschauer auch, warum man so lange auf die Rückzahlung der Mietkaution warten müsse. Er selbst habe drei Kautionen laufen. Man könne ja was für die Mieter:innen tun, richtete er an den Kanzlerkandidaten.

Dann die Antwort von Scholz: Er verstehe das Problem und verweise auf den Mieterverein, der sich entsprechend einsetze. Das aktuelle Mieterschutzrecht sei „sehr gut“. Der Saarbrücker will jedoch eine konkrete Antwort, ob Scholz vorhabe, das Gesetz zu ändern. Eine Obergrenze könne sich der Politiker vorstellen, das müsse allerdings „ganz sorgfältig abgewogen“ werden. Abschließend versprach der Kanzlerkandidat, nachdem der Saarländer weiter nicht locker gelassen hatte, sich mit der Frage auseinanderzusetzen.

So reagiert das Netz

Derweil haben sich beispielsweise auf Twitter einige User:innen zu der Diskussion geäußert. „Wer hat den durchgewunken?“, schreibt etwa eine Nutzerin. „Nachmieter findet man doch immer, es gibt Wohnungsnot. Ich verstehe das Problem nicht“, geht aus einem weiteren Tweet hervor. Auch ist zu lesen:

Die dritte ARD-„Wahlarena“ mit Armin Laschet (CDU/CSU) gibt es nach Senderangaben am 15. September 2021, ab 20.15 Uhr, zu sehen.

Verwendete Quellen:
– ARD-„Wahlarena“ auf YouTube
– Twitter