Saarbrücker Tatort-Darsteller outet sich als schwul

Zum ersten Mal hat sich der Hauptdarsteller des saarländischen "Tatorts", Vladimir Burlakov, öffentlich mit einem Mann gezeigt. Zusammen mit seinem Lebensgefährten Martin besuchte er am Abend eine Gala.
Burlakov (rechts) und sein Freund Martin ließen sich auf dem roten Teppich ablichten. Foto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk
Burlakov (rechts) und sein Freund Martin ließen sich auf dem roten Teppich ablichten. Foto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk

Der Saarbrücker „Tatort“-Darsteller Vladimir Burlakov hat sich erstmals in der Öffentlichkeit mit einem Mann gezeigt. Auf dem roten Teppich der Gala „GQ Men of the Year“ ließ sich der 34-Jährige am Donnerstagabend (4. November 2021) mit seinem Lebensgefährten Martin fotografieren.

Burlakov spielt seit 2020 im Saar-„Tatort“

„Wir haben uns beide heute bereit gefühlt“, sagte Burlakov zum Online-Portal „t-online“. „Heute haben wir gesagt, wir sind bereit, diesen Schritt zusammen zu gehen“. Der gebürtige Moskauer lebt in Berlin und ist seit dem vergangenen Jahr als Kommissar „Leo Hölzer“ an der Seite von Kollege Adam Schürk in der Hauptrolle des „SR“-Tatorts zu sehen.

„Ich bin immer noch der gleiche Mensch“

„Ich bin immer noch der gleiche Mensch und der gleiche Schauspieler wie gestern und wie letzte Woche“, so Burlakov zum „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ mit Blick auf sein Coming-out. Er glaube, dass die Menschen, die an sein Talent glauben, ihn weiter besetzen werden – „für das, wer wir als Schauspieler sind und nicht, mit wem wir ins Bett gehen“. Zuvor hatte Kollegin Karin Hanczewski kritisiert, dass ihr seit ihrem Outing fast nur noch lesbische Schauspielrollen angeboten werden.

Unterstützung aus dem Saarland

Der saarländische Landesverband des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) freut sich über den Schritt Burlakovs. „Eine schöne Meldung vom saarländischen Tatort“, schrieb er am Freitagmorgen in den sozialen Netzwerken.

Liebe im Corona-Lockdown

„Lustigerweise war das gar nicht so aufregend, wie ich dachte, wie es sein wird, weil es für mich dann doch normal ist, mit meinem Partner einen schönen Abend zu haben und ihn jetzt heute mitzunehmen“, bilanzierte der 34-Jährige gegenüber „t-online“. Im Corona-Lockdown seien er und Martin sich nähergekommen.

Verwendete Quellen:
– t-online.de
– RedaktionsNetzwerk Deutschland
– Facebook-Post des LSVD Saar, 05.11.2021
– eigene Berichte