Von Ufos, Voodoo und Werwölfen: Mysteriöse Geschichten aus dem Saarland und der Region

Eine Ufo-Sichtung in Saarbrücken? Werwölfe nahe der Grenze zum Saarland? Wir haben einen Blick in die SOL.DE-Archive geworfen und die mysteriösesten Geschichten der Region zusammengetragen. Das Ergebnis:
Dieses Foto einer Ufo-Sichtung in Saarbrücken wurde auf Facebook veröffentlicht. Screenshot: Facebook/Hans-Werner Peiniger
Dieses Foto einer Ufo-Sichtung in Saarbrücken wurde auf Facebook veröffentlicht. Screenshot: Facebook/Hans-Werner Peiniger

Voodoo-Rituale nahe Saarland

Im Sommer 2017 hatte die Polizei in Trier-Saarburg bezüglich einer Reihe von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Auf einem Friedhof in Nittel und in einem Waldgebiet bei Wellen, etwa zehn Kilometer vom Saarland entfernt, waren Hühner rituell geschlachtet worden. Spaziergänger:innen hatten die Tiere entdeckt und der Polizei gemeldet.

Im Verlauf der Ermittlung konnten die Einsatzkräfte den Fall aufklären. Die Beamt:innen stießen auf einen zu dem Zeitpunkt 41-Jährigen und eine damals 57 Jahre alte Frau. Hinweisen zufolge hatten die beiden Voodoo-Rituale praktiziert. Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatte die Polizei entsprechende Beweismittel gefunden.

Rätsel um Ufo-Sichtung in Saarbrücken

Ende Oktober 2021 hatet sich Hans-Werner Peiniger, Vorsitzender der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V. (GEP), mit einer möglichen Ufo-Sichtung in Saarbrücken beschäftigt. Über Facebook habe sich eine Zeugin bei dem Verein gemeldet, berichtete Peiniger zu dem Zeitpunkt. Die Beobachtung der Frau: Am 29. Oktober, gegen 10.50 Uhr, will sie ein „größeres weißes Objekt“ am Himmel beobachtet haben. Ihren Schilderungen zufolge war dieses „ballonförmig“. Auch soll das Objekt sie verfolgt haben. Entsprechende Aufnahmen ihrer Beobachtung reichte sie an den Vereinsvorsitzenden weiter, der die Bilder wiederum auf Facebook veröffentlichte:

Hier zu sehen: der entsprechende Facebook-Beitrag. Screenshot: Facebook/Hans-Werner Peiniger

Mit Stand von Ende Oktober war unklar, was die Zeugin da genau am Himmel gesehen haben will. Peiniger dazu: Es vergehe „praktisch kein Tag, an dem nicht irgendwo auf der Welt die Beobachtung eines UFOs gemeldet wird“. Dabei müsse festgehalten werden, dass es sich bei der Ufo-Bezeichnung keineswegs nur um „außerirdische Raumschiffe“ handelt. Eine solche Beobachtung könne demnach auch konventionell erklärt werden. Beispielsweise, wenn sich herausstellt, dass ein Heißluftballon oder Meteor gesichtet wurde.

Und wie ist der aktuelle Stand im Falle der Saarbrücker Sichtung? Auf SOL.DE-Anfrage (im März 2022, Anm. der Red.) sagte der Vereinsvorsitzende: „Wir können leider kein eindeutiges Ergebnis vorweisen“. In einer „Arbeitshypothese“ hätte man zunächst an einen Ballon in Form eines größeren „Werbeballons“ gedacht. Dafür konnte laut Peiniger jedoch keine Bestätigung gefunden werden. „Sofern es sich nicht um einen Schwindel handelt, gehen wir erfahrungsgemäß davon aus, dass das Objekt eine herkömmliche Ursache hat.“

Werwolf nahe Saar-Grenze?

Passend zu Halloween 2021 hatte der „Sender RTLzwei“ am 31. Oktober eine Neuauflage von „X-Factor: Das Unfassbare“ mit vier neuen Geschichten ausgestrahlt. Ganz im Zeichen des „Unglaublichen und Mysteriösen“ war auch eine Erzählung zu sehen sowie zu hören, die sich etwa 30 Kilometer nahe der Saar-Grenze abgespielt haben soll. Der Name der Episode: „Kerze im Wald“.

Thematisiert wurde dabei die Sage des „Morbach-Monsters“ im Landkreis Bernkastel-Wittlich/Rheinland-Pfalz. „Auf einem Wachgang treffen zwei Soldaten auf einen Werwolf. War es wirklich dieses Fabelwesen oder hat den beiden ihre Wahrnehmung einen Streich gespielt?“, so die Episodenbeschreibung.

Überlieferungen zufolge soll sich die Gruselgeschichte 1988 abgespielt haben. Eine Truppe von US-Soldaten soll auf dem Weg zu einem Posten in Morbach auf eine „hundeartige Gestalt“ getroffen sein. Diese hätte sich auf ihre Hinterbeine gestellt und sei über einen drei Meter hohen Zaun gesprungen. Eine Werwolf-Begegnung? Den Soldaten jedenfalls soll bei der Meldung des mutmaßlichen Vorfalls niemand geglaubt haben.

Laut „X-Factor“ ist die Geschichte wahr. Auch der Autor Matthias Burgard hatte sich zuvor schon auf die Suche nach der „ominösen Kreatur“ gemacht. Die Ergebnisse gibt es in seinem Buch „Das Monster von Morbach“ (2008 erschienen) zum Nachlesen.

Mysteriöse Firma kündigt „Phantom-Fest“ in Saarbrücken an

Kommen wir zuletzt noch zu etwas „leichter verdaulicher Kost“ – auch wenn das im Falle eines mysteriösen Burger-Festivals womöglich nicht die passendste Bezeichnung ist. Im Sommer 2017 war auf Facebook diese Meldung „in aller Munde“: „Seid dabei, wenn die besten Burger-Griller der Stadt ihre Meisterwerke präsentieren“, so die Ankündigung. Demnach sollte im Sommer ein großes Burger-Fest in der Saarbrücker Bahnhofstraße gefeiert werden. Doch die Stadtverwaltung wusste zu dem Zeitpunkt nichts davon. Und sie hätte es wissen müssen, denn größere Events müssen genehmigt werden. So oder so: Burger-Fans warteten in jenem Sommer vergeblich auf eine entsprechende Feier.

Wie sich später herausstellte, waren für andere Städte in Deutschland ähnliche „Phantom-Feste“ angekündigt worden. Recherchen ergaben letztendlich, dass mit den „Fake-Events“ wohl lediglich Nutzer:innen auf eine Webseite gelockt werden sollten, um so Werbedaten zu sammeln.

Verwendete Quellen:
– eigene Berichte