Corona-Betrugsmasche: Polizei registriert wieder einige Versuche

Am Wochenende haben Unbekannte im Saarland wieder versucht, Menschen um Geld zu betrügen. Das war die Masche:

Betrüger:innen rufen wieder Menschen im Saarland an. Foto: dpa-Bildfunk

Betrüger:innen rufen derzeit offenbar wieder verstärkt Menschen im Saarland an, um sie um Geld zu bringen. Die Polizeiinspektionen in Homburg und St. Wendel berichten von mehreren Fällen, die sich zwischen Freitag und Sonntag (19. September 2021) ereignet haben.

So funktioniert die Masche

Die Unbekannten haben es demnach meist auf ältere Menschen abgesehen. Sie rufen sie an und gaukeln ihnen vor, nahe Angehörige würden an einer schweren Krankheit – oft einer Corona-Infektion – leiden. Die vermeintlich Kranken benötigten ein teures Medikament, um zu überleben. Die Angerufenen sollten für dieses zahlen. Oft geben sich die Anrufenden als Ärzt:innen aus, um so glaubhafter zu wirken. Das Geld soll dann an einem vereinbarten Ort übergeben werden.

Krankenhäuser würden nie solche Anrufe tätigen

Die Masche erinnert an die Welle von Betrugsanrufen Ende August, als sich Betrüger:innen als Personal des Saarbrücker Winterbergklinikums ausgegeben hatten und so ältere Leute um viel Geld bringen wollten. Die Polizei weist darauf hin, dass Krankenhäuser beziehungsweise Ärzt:innen niemals solche Anrufe tätigen würden.

Offenbar kein Erfolg für Anrufende

Die Betrugsmasche hatte offenbar am Wochenende keinen Erfolg, die Geschädigten bezahlten nichts. In St. Wendel wurden auch Fälle angezeigt, in denen sich Menschen am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter:innen ausgaben.

Das sollten Angerufene beachten

  • Beim geringsten Zweifel beim jeweiligen Krankenhaus oder bei der Polizeidienststelle anrufen
  • Telefonnummer selbst heraussuchen und niemals die Rückruftaste am Telefon drücken
  • Am Telefon keine Details zu den eigenen finanziellen Verhältnissen preisgeben
  • Nicht unter Druck setzen lassen und einfach auflegen

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Polizeiinspektion Homburg, 19.09.2021
– Mitteilung der Polizeiinspektion St. Wendel, 19.09.2021