„Familienclan“-Massenprügelei „in Kung-Fu-Manier“ in Neunkirchen: Polizei nennt Auslöser

Während des Stadtfestes in Neunkirchen hatte sich der Polizei zufolge eine "öffentlichkeitswirksame Schlägerei" abgespielt. Zwei "Familienclans" waren daran beteiligt. Mittlerweile liegen weitere Informationen zu der Massenprügelei vor.
Bei der Schlägerei auf dem Neunkircher Stadtfest wurden mehrere Personen verletzt. Fotos: (links)
Bei der Schlägerei auf dem Neunkircher Stadtfest wurden mehrere Personen verletzt. Fotos: (links)

Große Schlägerei bei Neunkircher Stadtfest

Gänzlich ohne Zwischenfälle ging das Stadtfest Neunkirchen am vergangenen Wochenende nicht über die Bühne(n). Am Montag hatte die örtliche Polizeiinspektion über eine „öffentlichwirksame Schlägerei“ informiert (wir berichteten). In diesem Zusammenhang hieß es: „Aufgrund familiärer Streitigkeiten gerieten 2 Familienclans aneinander“. Den Angaben zufolge war am Stadtfestsamstag (25. Juni 2022) aus verbalen Streitigkeiten heraus eine körperliche Auseinandersetzung geworden. Auch war die Rede von einer „tumultartigen Lage“.

Der Polizei zufolge erlitten infolge der Prügelei einige Personen leichte Verletzungen. „Unbeteiligte Dritte wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt“, so die Einsatzkräfte am Montag.

Polizei nennt Auslöser für Streit

Familiäre Streitigkeiten sollen also den Streit heraufbeschwört haben. Doch worum ging es genau? Die „SZ“ hat bei der Polizei nachgefragt. Auslöser soll das Sorgerecht um einen achtjährigen Jungen gewesen sein. Dieser stehe bislang in der Obhut eines 33 Jahre alten Mannes, den die Polizei als einen von zwei „Hauptaggressoren“ des Streits ausgemacht hatte, so die Zeitung. Der zweite „Hauptaggressor“, ein 17-Jähriger, soll jedoch Zweifel daran gehabt haben, dass es dem Jungen bei dem 33-Jährigen gut gehe. Der 17-Jährige habe erzwingen wollen, dass er sich selbst um den Nachwuchs kümmern könne, berichtet die „SZ“ auf Grundlage der jüngsten Polizeiinformationen.

Mehrere Strafverfahren eingeleitet

Insgesamt sollen etwa 50 Personen an der Massenprügelei teilgenommen haben. Die Hauptbeschuldigten sollen in „Kung-Fu-Manier“ auf ihre Gegner eingetreten haben, wird ein Polizeisprecher im „SZ“-Bericht zitiert. Bereits am Montag hatte die Polizei über die Folgen der Schlägerei informiert. Mehrere Strafverfahren seien eingeleitet worden  – aufgrund des Verdachts der Körperverletzung beziehungsweise schweren Körperverletzung.

Den ausführlichen Bericht mit weiteren Details und Hintergründen zur Prügelei gibt es auf saarbruecker-zeitung.de zum Nachlesen. Hinweis: Der Beitrag gehört zum „SZ+“-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch ggf. registrieren oder eine Bezahloption wählen.

Verwendete Quellen:
– eigener Bericht
– Saarbrücker Zeitung