„Kommissar Zufall“ schnappt Autofahrer im Saarland mit Drogen und Falsch-Papieren

Ein Autofahrer muss sich der Saar-Polizei zufolge auf eine "Vielzahl von Strafanzeigen" einstellen. Zuvor war der Mann von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken gesucht worden.
Bei gleich zwei Kontrollen war der Autofahrer aufgefallen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Bei gleich zwei Kontrollen war der Autofahrer aufgefallen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Falsch-Papiere bei Kontrolle

„Mit der Aushändigung eines gefälschten Führerscheins“ hat Anfang April die „Pechsträhne“ eines Mannes begonnen. Wie das Landespolizeipräsidium Saarland am heutigen Mittwoch (4. Mai 2022) informierte, war die Person im April bei einer Kontrolle durch die Verkehrspolizei in Lebach aufgefallen. Zu dem Zeitpunkt war der Mann in einem „VW Polo“ mit Saarbrücker Kreiskennzeichen unterwegs, hieß es. Bei der Überprüfung habe sich ergeben, dass es sich bei dem Mann um einen „28-jährigen angeblich spanischen Staatsangehörigen“ handele, so die Polizei.

„Noch vor Ort erkannten die Einsatzkräfte die Fälschung, stellten den Führerschein sicher und leiteten Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den 28-Jährigen ein“, teilten die Beamt:innen mit. Weitere Ermittlungen ergaben: Auch der vorgezeigte spanischen Ausweis war gefälscht. Somit war „die wahre Identität des Fahrers“ zunächst unklar, hieß es.

„Kommissar Zufall“ schnappt Person erneut

„Am gestrigen Dienstagabend (3. Mai 2022) mischte sich jedoch ‚Kommissar Zufall‘ in die Ermittlungen ein“, so das saarländische Landespolizeipräsidium weiter.  Der unbekannte Fahrer geriet erneut in eine Kontrolle der Verkehrspolizei, diesmal in Dillingen. Abermals im Einsatz: „Die zwei Polizisten, die bereits Anfang April die Ermittlungen auslösten“.

„Die Identität des Mannes konnte an diesem Abend durch den Abgleich von Fingerabdrücken zweifelsfrei geklärt werden“, so die Einsatzkräfte. Den gefälschten spanischen Ausweis stellten die Beamt:innen zudem sicher. Außerdem stellte sich der Mitteilung zufolge heraus, dass der Mann „zum Zeitpunkt der Kontrolle Betäubungsmittel mit sich führte und von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen seines ungeklärten Aufenthalts gesucht wurde“. Ihn erwarten nun „eine Vielzahl von Strafanzeigen“.

Abschließend teilte das Landespolizeipräsidium Saar mit: „Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Saarbrücken ordnete diese noch am Abend die Einbehaltung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro an.“

Verwendete Quellen:
– Mitteilung des Landespolizeipräsidiums Saarland, 04.05.2022