Mordaufruf gegen Polizisten: Mann im Raum Idar-Oberstein festgenommen

In der Nacht zum heutigen Freitag ist im Raum Idar-Oberstein ein Mann festgenommen worden. Er soll im Internet einen Mordaufruf gegen Polizist:innen verfasst haben. Was bislang bekannt ist:
Im Raum Idar-Oberstein, etwa 25 Kilometer von Nohfelden entfernt, kam es zu der Festnahme. Symbolfoto: dpa/picture alliance/Stefan Sauer
Im Raum Idar-Oberstein, etwa 25 Kilometer von Nohfelden entfernt, kam es zu der Festnahme. Symbolfoto: dpa/picture alliance/Stefan Sauer

Mordaufruf gegen Polizeikräfte: Mann im Raum Idar-Oberstein festgenommen

Im Raum Idar-Oberstein ist es in der Nacht zum heutigen Freitag (4. Februar 2022) zu einer Festnahme eines Mannes gekommen. Das geht unter anderem aus einem Bericht des Südwestrundfunks („SWR“) hervor. Eine „verdächtige Person“ sei nach einem „Aufruf zur Gewalt“ in ihrer Wohnung überwältigt und festgenommen worden, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD).

Update: „Mörderischer Hass auf die Polizei“ – Neue Details zu Festnahme

Im Medienbericht heißt es, der Mann habe im Internet dazu aufgerufen, Polizist:innen „auf Feldwege zu locken und sie dort zu beschießen“. Im Anschluss soll er geschildert haben, „wie man eine Freudenfeier organisieren könne“. Solche Äußerungen akzeptiere der Staat nicht, erklärte Lewentz laut „SWR“. Die entsprechende Äußerung des Mannes im Netz sei aufgrund der Arbeit der AG „Hatespeech“ gesichtet worden.

Der „Rheinpfalz“ zufolge informierte Lewentz am Rande der nicht-öffentlichen Trauerfeier für die nahe Kusel erschossenen Polizist:innen über den Einsatz im Raum Idar-Oberstein.

Ermittlungsgruppe gegen Hasskommentare im Internet eingerichtet

Nach den tödlichen Schüssen auf die 24-jährige Polizeianwärterin und den 29-jährigen Oberkommissar im Landkreis Kusel hat das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt eine Ermittlungsgruppe gegen Hasskommentare im Netz eingerichtet. In diesem Rahmen gehen die Beamt:innen gegen Beifallsbekundungen mit den Tätern im Internet vor. Insgesamt 14 Personen arbeiten in der Ermittlungsgruppe, um Verfasser:innen von Hasskommentaren ausfindig zu machen. Am gestrigen Donnerstag (3. Februar 2022) hieß es seitens der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz: Noch stehe die Ermittlungsgruppe „am Anfang ihrer Arbeit“. Man werde sich „zu gegebener Zeit“ zu den Ergebnissen äußern. Geplant ist ebenso eine Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt.

Verwendete Quellen:
– Südwestrundfunk
– Rheinpfalz
– Deutsche Presse-Agentur