Nach Giftköder-Fund in Bexbach: PETA bietet 1.000 Euro für Hinweise

Die Tierschutzorganisation PETA hat eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise zu einem Giftköder-Vorfall in Bexbach ausgesetzt. Ein Hund hatte die Köder gefressen und musste anschließend medizinisch behandelt werden.
Auf einem Waldweg in Bexbach fand ein Hund Anfang der Woche einen Giftköder. PETA zahlt nun 1.000 Euro für Hinweise. Symbolfoto: Pixabay
Auf einem Waldweg in Bexbach fand ein Hund Anfang der Woche einen Giftköder. PETA zahlt nun 1.000 Euro für Hinweise. Symbolfoto: Pixabay

Auf einem Waldweg in Bexbach nahe der Straße „Am Butterhügel“ hatte Anfang der Woche ein Hund ein vergiftetes Futterstück gefunden und gefressen. (Mehr dazu: Achtung Hundehalter: Giftköder in Bexbach ausgelegt). Eine Tierklinik bestätigte eine „giftige Substanz“. Der Hund ist inzwischen wieder wohlauf. Die Polizei sucht nach dem Tierquäler oder der Tierquälerin. Dabei bekommt sie nun Unterstützung von PETA.

PETA bietet 1.000 Euro für Hinweise zur Tierquälerei

Die Tierschutzorganisation setzt eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Überführung des Täters oder der Täterin führen. „Die Tierquäler, die die präparierten Köder ausgelegt haben, müssen gefunden und gestoppt werden, bevor noch weitere Vierbeiner in Lebensgefahr gebracht werden“, erklärte Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. Diese zu überführen sei jedoch oft schwierig, da sie meist unbeobachtet agieren. Es komme daher auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis an.

Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren möglich

„Mit unserer Auslobung wollen wir die Aufklärung der Taten vorantreiben sowie Tierhalterinnen und Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Solche Köder können zudem nicht nur für Hunde, Katzen und frei lebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein“, so Hoger weiter. Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, für die eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren droht.

Die meisten Gewalttäter:innen quälen zunächst Tiere

Darüber hinaus verlangen Psycholog:innen und Jurist:innen mehr Aufmerksamkeit für Vergehen an Tieren. Der Grund: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält„, so Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes. „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“, so PETA.

Tipps für Tierhalter:innen bei Verdacht auf Vergiftung 

Halter:innen empfiehlt die Organisation derweil, umgehend medizinische Hilfe zu holen, wenn ein Tier mutmaßlich einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat. Innere Verletzungen könnten zu einem qualvollen Tod führen. Besonders zu beachten seien zudem Symptome wie: Erbrechen, Durchfall, starke Unruhe oder Apathie, blasse oder porzellanfarbene Veränderungen an den Schleimhäuten, große Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfe. Beim Auftreten müssten die Besitzer:innen umgehend ein Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen.

Dabei sollten Hunde beruhigt und angeleint werden. Maulkorb oder Maulschlinge dagegen sollten die Tiere im Fall einer Vergiftung nicht tragen. Diese könnten bei Erbrechen zu Erstickung führen. Wenn das Tier bewusstlos ist, müssen Halter:innen es in die stabile Seitenlage bringen und die Atemwege freihalten. Damit die Diagnose schnell erfolgen kann, ist es sinnvoll eine Probe des Köders mitzunehmen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen aus, um die Ermittlungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren voranzutreiben. Personen, die etwas beobachtet oder anderweitige Hinweise haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Homburg unter 06841-1060 zu melden. Auch die Tierrechtsorganisation nimmt Hinweise unter (0711)8605910 oder per E-Mail an – auch anonym.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung von PETA
– eigener Bericht