Überfall auf Geldtransporter in Saarlouis: Täter nutzten geklaute Autos und Kennzeichen

Die Polizei geht weiter davon aus, dass der brutale Überfall auf einen Geldtransporter in Saarlouis akribisch geplant war. Die Täter benutzten offenbar geklaute Auto-Kennzeichen und Fahrzeuge.
Der Geldtransporter brannte völlig aus. Foto: BeckerBredel
Der Geldtransporter brannte völlig aus. Foto: BeckerBredel

Die Kriminellen, die einen Geldtransporter in Saarlouis überfallen haben, benutzten bei der Tat geklaute Nummernschilder und gestohlene Autos. Die Kennzeichen waren Wochen vor der Tat in Völklingen von zwei Fahrzeugen abmontiert worden, berichtet der „SR“ am heutigen Montagmorgen (23. Januar 2023).

Auch Tat- und Fluchtautos geklaut

Die Täter brachten eines der Nummernschilder an dem Auto an, mit dem sie den Transporter gerammt hatten. Das zweite Kennzeichen montierten sie an einem Fluchtauto, das kurz nach der Tat ausgebrannt im französischen Boulay gefunden wurde. Tat- und Fluchtfahrzeug seien laut Medienbericht ebenfalls vorher geklaut worden.

Überfall auf Transporter

Bei der Tat war es zu einem Schusswechsel und zu einer Explosion gekommen – die Unbekannten hatten den Transporter aufgesprengt und auch Bargeld erbeutet. Danach flüchteten die Täter in Richtung der französischen Grenze. Die Polizei geht davon aus, dass der Überfall minuziös geplant war. So sollen die Täter an einer Kreuzung auf den Geldtransport gewartet und ihn durch Rammen zum Anhalten gebracht haben.

Mehrere Verdächtige festgenommen

Zuletzt waren ein sechster Verdächtiger und seine Lebensgefährtin in Lille festgenommen worden. Die Ermittler:innen konnten bisher nur einen Teil der mutmaßlichen Millionen-Beute finden.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte