Schon bald: Ungeimpfte im Saarland bekommen keine Quarantäne-Entschädigung mehr

Wer im Saarland nicht gegen Corona geimpft ist, bekommt nur noch bis Ende September Entschädigung, wenn er in Quarantäne geschickt wurde. Das hat die Landesregierung entschieden.

Entschädigung für Ungeimpfte gibt es nur noch bis Ende des Monats. Foto: dpa-Bildfunk

Saarländer:innen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, sollen nur noch bis Ende September eine Quarantäne-Entschädigung bekommen. Darauf habe sich die Landesregierung geeinigt, sagte Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling (CDU) laut „SR“ am heutigen Dienstag (14. September 2021).

Es gibt Ausnahmen

Können Ungeimpfte etwa nicht mehr arbeiten, weil das Gesundheitsamt eine Quarantäne für sie angeordnet hat, gibt es künftig kein Geld mehr. Eine Ausnahme gebe es laut Medienbericht für Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Bislang 16 Millionen Euro bezahlt

Seit Beginn der Pandemie zahlte das Saarland laut „SR“ 16 Millionen Euro für die Entschädigung und für die Kinderbetreuung. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hatte vergangene Woche gesagt: „Es ist nicht einzusehen, dass die Allgemeinheit, etwa auch Arbeitskollegen, die bei Ausfall Ungeimpfter mehr arbeiten müssen, die Folgen mitfinanziert, wenn jemand eine Impfung ablehnt.“

Auch Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz planen laut „Evangelischem Pressedienst“, keine Entschädigung mehr an Ungeimpfte zu zahlen.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk
– eigener Bericht
– Evangelischer Pressedienst