SOL.DE-Meinungsumfrage: Sollten Kinder und Jugendliche gegen Corona geimpft werden?

Aktuell findet eine breite öffentliche Diskussion darüber statt, ob Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gegen Corona geimpft werden sollen. Wie ist deine Meinung zu dem Thema?

Sollten auch Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden? Symbolfoto: picture alliance/dpa/AP | Raul Mee

Bund will Corona-Impfung für Personen ab 12 Jahren

Nach den Vorstellungen des Bundesgesundheitsministeriums sollen alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren die Möglichkeit erhalten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einem aktuellen Beschlussentwurf des Gesundheitsministeriums hervor: „Alle ab 12 sollen gegen Corona geimpft werden“. In dem Vorschlag, den der Bund den Bundesländern unterbreitet hat, heißt es konkret: „Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten“.

Öffentliche Diskussion zum Thema „Corona-Impfung für Kinder“

Die Pläne des Gesundheitsministeriums haben für emotionale öffentliche Debatten gesorgt. Die Ständige Impfkommission (Stiko), die bislang noch keine generelle Empfehlung für eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen hat, hält sich weiterhin bedeckt. Politiker wie Christian Lindner (FDP), Karl Lauterbach (SPD) oder Klaus Holetschek (Gesundheitsminister Bayerns – CSU)  haben sich im Hinblick auf die Verbreitung der Delta-Variante öffentlich für Impfungen auch von jüngeren Personen ausgesprochen.

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Bislang keine Stiko-Empfehlung für Impfung von Kindern

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. Vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Eine Empfehlung für alle Kinder hat die Stiko hingegen bislang noch nicht ausgesprochen. Laut Angaben des Stiko-Vorsitzenden Thomas Mertens gebe es noch zu wenige Daten zu möglichen gesundheitlichen Folgeschäden für 12- bis 17-Jährige. Gegenüber dem Radiosender NDR Info sagte Mertens am heutigen Montag (2. August 2021): „Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben.“

Druck auf Stiko wächst

Mertens erklärte zudem, dass er und seine Kolleg:innen vermehrt einen öffentlichen Druck spürten, möglichst schnell eine weitergehende Entscheidung zu treffen. Dem erteilte der Stiko-Vorsitzende allerdings eine klare Abfuhr. „Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäußert haben“, so Mertens.

Verwendete Quellen:
– eigene Recherche
– eigene Berichte
– Deutsche Presse-Agentur
– Tagesschau

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