Ampel-Regierung erhöht Kindergeld mehr als geplant

Inflation und steigende Preise belasten aktuell viele Familien stark. Um sie weiter zu entlasten, will die Ampel-Koalition das Kindergeld erhöhen.
Die Ampelregierung erhöht das Kindergeld auf 250 Euro. Symbolfotos: Sebastian Kahnert & Patrick Pleul/dpa-Bildfunk
Die Ampelregierung erhöht das Kindergeld auf 250 Euro. Symbolfotos: Sebastian Kahnert & Patrick Pleul/dpa-Bildfunk

Im kommenden Jahr erhalten Familien wohl mehr Kindergeld als bislang angenommen. Laut der Deutschen Presse-Agentur haben sich die Fraktionen der Ampel-Koalition am heutigen Mittwoch (9. November 2022) auf eine Erhöhung geeinigt.

250 Euro Kindergeld ab dem 1. Januar

Das neue Kindergeld soll einheitlich 250 Euro im Monat betragen. Für die ersten beiden Kinder wären dies 31 Euro mehr als bisher, für das dritte 25 Euro. Die Erhöhung greift voraussichtlich ab dem 1. Januar 2023. Schon am Donnerstag soll der Bundestag über die neue Höhe der Unterstützung abstimmen.

Anhebung fällt höher aus als ursprünglich geplant

Die bisherigen Pläne hatten zwar vorgesehen, das Kindergeld wegen Inflation und Energiekrise zu erhöhen. Allerdings sollten Familien für die ersten drei Kinder ursprünglich nur 237 Euro im Monat erhalten. Aktuell beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind 219 Euro sowie 225 für das dritte. Für das vierte und jedes weitere Kind bekommen Familien 250 Euro.

„Die größte Erhöhung in der Geschichte der BRD“

„Die Ampel legt bei der Entlastung von Familien noch eine Schippe drauf“, so SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. Dies bedeute insbesondere für Familien mit mittleren bis niedrigen Einkommen eine wichtige, zusätzliche Entlastung. „Das ist die größte Erhöhung des Kindergelds in der Geschichte der Bundesrepublik„, so FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer.

Grundsicherung soll Kindergeld künftig ablösen

In Zukunft soll eine Kindergrundsicherung das Kindergeld in Deutschland ablösen. Diese soll diverse Familienleistungen bündeln. Für alle Kinder und Jugendlichen gibt es dann einen einkommensunabhängigen Garantiebetrag. Familien mit geringen Einkommen sollen jedoch einen Zusatzbetrag erhalten. Die Höhe ist noch unklar. Familienministerin Lisa Paus (Grüne) plant die ersten Auszahlungen aus dieser Grundsicherung im Jahr 2025.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur