Zulauf von Rechten bei Corona-Protesten bereitet Innenministerin Sorgen

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zeigt sich besorgt über den Zulauf von Rechtsextremist:innen bei Corona-Protesten in Deutschland. Friedliche Demonstrierende sollten sich hinterfragen, mit wem sie da auf die Straße gehen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) macht sich Sorgen über den Zulauf von Rechten bei Corona-Demos. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Innenministerin besorgt über Zulauf von Rechten bei Corona-Demos

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat sich besorgt gezeigt über den Zulauf von Rechtsextremen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen. „Wir sind froh, dass es gestern einigermaßen ruhig geblieben ist“, sagte die SPD-Politikerin am heutigen Dienstag (11. Januar 2022) im „ZDF“-„Morgenmagazin“. „Aber insgesamt macht uns das Demonstrationsgeschehen natürlich Sorge.“ Regional sei ein sehr großer Zulauf von Rechtsextremisten zu verzeichnen, „und das bereitet uns schon Sorge“, sagte Faeser.

Aufpassen, mit wem man auf die Straße geht

Die Ministerin betonte, es gehöre zu einem Rechtsstaat dazu, andere Meinungen auf den Straßen zu hören. „Aber man muss eben sich auch fragen lassen, mit wem geht man da auf die Straße.“ Faeser dankte den Polizist:innen für ihren Einsatz. Sie sprach von einer sehr großen Belastung der Polizeien in den Ländern, auch trotz Unterstützung durch die Bundespolizei.

Bundesweit hatten am Montagabend Tausende Menschen erneut gegen die Corona-Politik und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Die Demonstrationen verliefen zum großen Teil friedlich, wie die Polizei in den verschiedenen Städten mitteilte. In Bautzen/Sachsen wurden allerdings mindestens drei Polizeikräfte verletzt. Die Beamt:innen seien mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen worden.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur