Diese außergewöhnliche Ferienwohnung soll in einem Bundeswehrflugzeug in Zweibrücken entstehen

In Zweibrücken soll schon ganz bald eine besonders außergewöhnliche Ferienwohnung entstehen. So will ein Ex-Soldat ein Bundeswehrflugzeug zum Feriendomizil umbauen. Das sind die genauen Pläne:
Aus einer ausrangierten Transall soll in Zweibrücken ein Ferienhaus entstehen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann
Aus einer ausrangierten Transall soll in Zweibrücken ein Ferienhaus entstehen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Außergewöhnliche Ferienwohnung in Bundeswehrflugzeug in Zweibrücken

In Zweibrücken soll bis 2023 eine einzigartige Ferienwohnung entstehen. So plant der aus dem Hunsrück stammende Unternehmer Dominik Weil ein Bundeswehrflugzeug in ein Feriendomizil umzubauen. Sechs Personen sollen zukünftig in der außergewöhnlichen Unterkunft nächtigen können. Erste Buchungen sollen im Jahr 2023 möglich sein.

Bundeswehrmaschine landet heute in Zweibrücken

Am Dienstag (7. Dezember 2021) soll der Bundeswehrflieger zum letzten Mal in die Luft gehen und dann endgültig in Zweibrücken landen. Es handelt sich laut einem Bericht des „Südwestrundfunks (SWR)“ um eine von der Bundeswehr ausrangierte „Transall C-160“. Käufer Weil, der selbst ehemaliger Luftwaffensoldat ist, hat die Maschine nach eigenen Angaben für 50.000 Euro gekauft.

So entstand die kuriose Idee des „Trallotels“

Die ausgefallene Idee, eine ausgesonderte „Transall“ zu erwerben und in eine Ferienwohnung umzubauen, hatte Weil schon vor rund acht Jahren. Damals war der gelernte Reiseverkehrs-Kaufmann mit seinen beiden Freunden Michael Busch und Dominic Jung auf einem Ausflug in Ostfriesland beim letzten Flugtag der dort stationierten Phantom-Kampfflugzeuge. Auf der Rückfahrt fragten die Freunde sich, was eigentlich mit Militärflugzeugen passiert, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Dabei kam ihnen die Idee, eine ausgesonderte Maschine vor der Verschrottung zu retten und in eine Ferienwohnung umzubauen. Um die Dienste der Transall mit der Kennung „50+79“ angemessen zu würdigen, erhält die ungewöhnliche Ferienunterkunft den Namen „Trallotel“.

So sieht der Umbau aus

Das Bundeswehrflugzeug soll nun schnell entmilitarisiert und dann im kommenden Jahr in ein Ferienhaus umgebaut werden. In Laderaum, Laderampe und Cockpit soll dann ein 60 Quadratmeter großer, voll ausgestatteter Wohnbereich mit vier Betten, Schlafcouch, Esstisch, Küchenzeile und einem Bad mit Dusche und WC entstehen. Darüber hinaus soll ein Flugsimulator samt Rumpfsegment eingebaut werden.

Unternehmer Weil will Teil der Einkünfte an gute Zwecke spenden

Projektleiter Weil will mit seiner außergewöhnlichen Idee Gutes tun. So hat er angekündigt, dass die ersten 100 Übernachtungen kostenlos an Personengruppen gehen werden, denen man in Pandemiezeiten zu besonderem Dank verpflichtet sei, wie beispielsweise den Pflegekräften in den Krankenhäusern. Zudem will er Erinnerungsstücke des Fliegers verkaufen und neben diesen Erlösen auch einen Teil der künftigen Mieteinnahmen seiner besonderen Ferienwohnung an die Stiftung „Hilfe für Bundeswehr-Kinder in Not“ spenden.

Verwendete Quellen:
– Angaben von Investor Dominik Weil
– Berichte des „SWR“ und der „Frankfurter Rundschau“
– Website „Trallotel“