Saar-Politiker rufen nach Terror in Wien zu Zusammenhalt auf

Nach dem Anschlag in Wien/Österreich haben mehrere Saar-Politiker zum Zusammenhalt aufgerufen. Ein mutmaßlich islamistisch motivierter Täter hatte in der Innenstadt mindestens vier Menschen getötet.
Die Ermittlungen laufen nach dem Anschlag auf Hochtouren. Foto: Georges Schneider/XinHua/dpa-Bildfunk
Die Ermittlungen laufen nach dem Anschlag auf Hochtouren. Foto: Georges Schneider/XinHua/dpa-Bildfunk
Die Ermittlungen laufen nach dem Anschlag auf Hochtouren. Foto: Georges Schneider/XinHua/dpa-Bildfunk
Die Ermittlungen laufen nach dem Anschlag auf Hochtouren. Foto: Georges Schneider/XinHua/dpa-Bildfunk

Politiker aus dem Saarland haben nach dem Terroranschlag von Wien ihr Beileid mit den Angehörigen bekundet und zum Zusammenhalt aufgerufen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) twitterte am heutigen Dienstagmorgen (3. November 2020): „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Opfern in diesen schweren Stunden. Wir dürfen nicht dem Hass weichen, der unsere Gesellschaften spalten soll.“

Vier Menschen getötet

Laut dem österreichischen Innenminister Karl Nehammer waren bei der Attacke am Montagabend mindestens vier Passanten getötet worden. Zudem wurde ein Täter von der Polizei erschossen. Die Behörden sprachen außerdem von mehr als einem Dutzend zum Teil schwer verletzten Menschen, darunter auch ein Polizist. Ob ein oder mehrere Attentäter beteiligt waren, ist aus Sicht der Behörden weiter unklar. Sie gehen von einem islamistischen Motiv aus.

Saar-Spitze ruft zu Zusammenhalt auf

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schrieb auf Twitter: „Als wäre eine weltweite Pandemie mit viel zu vielen Toten nicht genug, wird unser Europa gerade von islamistischem Terror erschüttert. Unseren Zusammenhalt, unsere Solidarität erschüttert das nicht.“ Er sei in Gedanken bei den Familien der Betroffenen. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sprach von einer „Horror-Nacht in Wien“. „Gegen Hass und Gewalt, gegen Antisemitismus und Islamismus stehen alle Demokraten gemeinsam!“, so die Politikerin über den Kurznachrichtendienst.

Attentäter IS-Sympathisant

Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen, sagte Nehammer am Morgen. Er sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe zudem eine Sprengstoffgürtel-Attrappe getragen. Der Attentäter habe offenbar Panik verbreiten wollen.

Reaktionen von Altmaier und AKK

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schrieb, der Anschlag erschüttere zutiefst. Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin, bezeichnete den Anschlag als „schreckliche Gewalttaten“. Die CDU-Politikerin habe Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz gesagt, Deutschland stehe an der Seite der Opfer und Einsatzkräfte.

Mehrere Personen festgenommen

Im Umfeld des Täters wurden mehrere Objekte durchsucht. Es seien mehrere Personen festgenommen worden, hieß es aus dem Innenministerium, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete.

Schweigeminute im Landtag

Mit einer Schweigeminute dachte der Landtag des Saarlandes zu Beginn einer Sondersitzung der Opfer islamistischer Terroranschläge in Österreich und Frankreich gedacht. „Wir verurteilen diese Anschläge. Sie richten sich nicht nur gegen unschuldige Menschen, sondern sie richten sich gegen unsere Werte“, sagte Landtagspräsident Stephan Toscani (CDU).

Suche nach anderen Tätern

„Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt“, sagte Nehammer am frühen Morgen. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Die Wohnung des Verdächtigen sei auf der Suche nach belastendem Material durchsucht worden, hieß es. 1.000 Beamte seien in Wien im Einsatz.

Verwendete Quellen:
– Twitter: @HeikoMaas
– Twitter: @peteraltmaier
– Twitter: @tobiashans
– Twitter: @AnkeRehlinger
– Twitter: @akk
– Deutsche Presse-Agentur