Geldautomat in Eifel gesprengt: Kriminelle flüchten mit Geld über A 1

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag in der Vulkaneifel einen Geldautomaten gesprengt. Mehrere Anwohner hatten die Polizei nach der Sprengung alarmiert, nachdem sie zwei Explosionen gehört hatten. Auf ihrer Flucht waren sie zu schnell für die Polizei.
Der Geldautomat in Stadtkyll in der Vulkaneifel ist nach einer Explosion völlig zerstört. Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Klemm
Der Geldautomat in Stadtkyll in der Vulkaneifel ist nach einer Explosion völlig zerstört. Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Klemm

Geldautomat in Stadtkyll gesprengt

In der Auelstraße in Stadtkyll (Verbandsgemeinde Gerolstein) wurde der Geldautomaten der Kreissparkasse Vulkaneifel gesprengt. Gegen 02:50 Uhr gingen mehrere Anrufe bei der Polizei darüber ein. Demnach handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um drei Täter, die anschließend mit einem „hochmotorisierten Fahrzeug“ vom Tatort flüchteten.

Täter zu schnell für Polizei

Ein Auto, das Zeugenbeschreibungen entsprochen habe, sei kurz darauf bei sehr hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn 1 in Richtung Köln gesichtet worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Trier. Eine Streife der nordrhein-westfälischen Polizei habe die Verfolgung aufgenommen, aber nicht mithalten können.

Kriminelle flüchten mit Beute

Bei der Sprengung beschädigten die Täter den Angaben zufolge einen Automaten-Pavillon. Ihnen sei es gelungen, Geld zu erbeuten. Eine Tür zum Gebäude sei möglicherweise ebenfalls aufgesprengt worden. Wie viel Geld die Kriminellen erbeutet hatten, war zunächst nicht bekannt. Dem Südwestrundfunk teilte die Kreissparkasse Vulkaneifel mit, dass der entstandene Schaden weit über 20.000 Euro liege.

Kriminelle Bande aus den Niederlanden?

Nach Angaben des Innenministeriums gab es in diesem Jahr bislang 19 Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz. 2022 waren insgesamt 56 Sprengungen verzeichnet worden. Laut Landeskriminalamt stehen überwiegend spezialisierte Automatensprenger aus den Niederlanden hinter den Taten. Inzwischen setzen sie vorwiegend feste Sprengstoffe ein, um die Automaten zu knacken. Die Beobachtungen von Zeugen gleichen sich meist: maskierte Männer, die bei Nacht in PS-starken dunklen Autos die Flucht ergreifen.

Deutsche Presse-Agentur, eigener Bericht, SWR