Mehr als 3.000 Häuser in Trier von Hochwasser bedroht

Die meisten von Hochwasser gefährdeten Häuser in Rheinland-Pfalz stehen im Kreis Cochem-Zell, danach folgt Trier. Versicherer gehen davon aus, dass Schäden in Milliardenhöhe zu erwarten sind.
In Trier sind mehr als 3.000 Häuser von Hochwasser bedroht. Symbolfoto: Harald Tittel/dpa
In Trier sind mehr als 3.000 Häuser von Hochwasser bedroht. Symbolfoto: Harald Tittel/dpa

Versicherer: 36.000 Adressen im Land von Hochwasser bedroht

Rund 36.000 Adressen in Rheinland-Pfalz sind laut einer Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von Hochwasser bedroht. Gefährdet sind demnach etwa zwei Prozent der 1,4 Millionen Adressen im Bundesland, wie der GDV am Dienstag (20. Februar 2024) mitteilte. Dabei handelt es sich um Wohnhäuser, gewerbliche Bauten sowie landwirtschaftliche oder öffentliche Gebäude.

Die meisten gefährdeten Häuser im Kreis Cochem-Zell – Trier folgt auf Platz 2

Die meisten hochwassergefährdeten Gebäude liegen den Angaben zufolge im Landkreis Cochem-Zell, mit 10,5 Prozent aller dortigen Adressen. Darauf folgen die Städte Koblenz und Trier mit 9,1 Prozent respektive 8,5 Prozent Adressen.

Bundesweit liegen die meisten gefährdeten Gebäude in bereits identifizierten sowie amtlich festgelegten Überschwemmungsgebieten. Jede fünfte Adresse dagegen liegt in sogenannten Hochwassergefahrenflächen. In amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebieten etwa sind bestimmte Bauvorhaben verboten oder müssen speziell geprüft werden und ein Genehmigungsverfahren durchlaufen. Sie wurden bereits detaillierter untersucht und bewertet. Für Hochwassergefahrenflächen gilt das nicht.

Schäden in Millionenhöhe werden zukünftig erwartet

„Aufgrund des Klimawandels und damit häufiger auftretenden Wetterextremen sind Schäden in Milliardenhöhe vorprogrammiert“, sagte die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. Der Verband fordert ein klares gesetzliches Bauverbot in Überschwemmungsgebieten. Die bisherigen Regelungen ließen demnach zu viele Ausnahmen zu. „Es ist gefährlich und gefährdend, dass in Überschwemmungsgebieten weiterhin Bauland ausgewiesen wird und neu gebaut werden darf.“

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur