Nächtlicher Hubschrauber-Einsatz in Trier – Was war letzte Nacht los?

In der vergangenen Nacht ist es in Trier zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ersten Informationen zufolge startete die Polizei nach einem Unfall eine Großfahndung mit Hubschrauber.
Bei einer Suche kam auch der Polizeihubschrauber zum Einsatz. Symbolfoto: picture alliance / dpa
Bei einer Suche kam auch der Polizeihubschrauber zum Einsatz. Symbolfoto: picture alliance / dpa

Letzte Nacht kam es gegen 3 Uhr in der Luxemburger Straße in Trier zu einem größeren Polizeieinsatz. 

VW-Bus flüchtet vor Polizei

Zuvor war eine Streife der Trierer Polizei auf der Luxemburger Straße in Richtung Römerbrücke unterwegs, als ihr gegen 02:15 Uhr auf Höhe des Eroscenters ein VW-Bus mit französischem Kennzeichen entgegenkam. Die Beamten entschlossen sich zu einer Verkehrskontrolle und wendeten ihren Wagen. Nachdem die Streife zu dem VW-Bus aufgeschlossen und Anhaltesignale gegeben hatte, beschleunigte der Fahrzeugführer und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen.

Streife von Transporter gerammt

Nachdem es den Beamten gelang, ihren Streifenwagen vor dem Transporter zu positionieren, setze der VW-Fahrer zurück und rammte den Polizeiwagen auf der Beifahrerseite. Danach setzte der Fahrer – der eine Sturmhaube trug – seine Flucht zu Fuß fort.

Fahndung mit Hubschrauber und Hunden

Die Polizei startete eine Großfahndung mit starken Kräften im Bereich Luxemburger Straße, In den Moselauen und Diedenhofener Straße, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam. Auch Beamte der Bundespolizei und die Berufsfeuerwehr Trier mit einer Drohne unterstützen die Suche.

32-Jähriger festgenommen

Ein Zeugenhinweis meldete eine verdächtige Person auf einem nahgelegenen Firmengelände in der Diedenhofener Straße. Fahndungskräfte konnten diese Person stellen und kontrollieren. Im Rahmen der ersten Überprüfungen erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei dem 32-jährigen Mann um den flüchtigen Fahrzeugführer handeln dürfte, woraufhin dieser festgenommen wurde. Weitere Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem benutzten Fahrzeug um einen in Frankreich gestohlenen VW-Bus handelte.

Die Kriminalpolizei Trier hat die derzeit noch andauernden Ermittlungen übernommen.

Beamten aus Krankenhaus entlassen

Durch die Kollision von Streifenwagen und Transporter wurden die beiden Polizeibeamten leicht verletzt und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Sie konnten das Krankenhaus am frühen Morgen wieder verlassen, ihren Dienst aber nicht mehr aufnehmen.

Mitteilung Polizeipräsidium Trier (27.04.2023), Deutsche Presse-Agentur