Abwassergebühren im Saarland werden teurer

Saarländer:innen müssen im nächsten Jahr höhere Abwassergebühren zahlen als bislang. Der Entsorgungsverband Saar (EVS) hat die Preise an die aktuellen Kosten angepasst.
Der EVS erhöht die Abwassergebühren im Saarland. Symbolfoto: Pixabay
Der EVS erhöht die Abwassergebühren im Saarland. Symbolfoto: Pixabay

EVS erhöht Abwassergebühren um drei Prozent

Die Abwassergebühren im Saarland sollen im kommenden Jahr um drei Prozent steigen. Wie der „SR“ berichtet, sieht dies ein Beschluss des EVS vom Dienstag (13. Dezember 2022) vor, an dem auch die Bürgermeister:innen stimmberechtigt sind. Die Erhöhung macht etwa 9,2 Cent je Kubikmeter Abwasser aus. Pro Jahr und Person steigen die Kosten in einem Normhaushalt damit um 4,18 Euro.

Gründe: hohe Kosten für Strom und Produkte

Der Geschäftsführer des EVS, Holger Schmitt, begründet die Entscheidung unter anderem mit den hohen Stromkosten. Zur Reinigung des Abwassers sei sehr viel Energie nötig. Für das nächste Jahr habe der Verband diesen Strom teuer einkaufen müssen. Zudem seien auch benötigte Produkte teurer geworden.

Planung der Gebühren nur noch für ein Jahr

Üblicherweise legt der EVS die Gebühren für drei Jahre fest. Aufgrund der aktuellen Unwägbarkeiten bei der Preisentwicklung in der aktuellen Energiekrise plant der Verband sie nun jedoch nur noch für ein Jahr. Das gilt auch für die Entsorgung von Müll.

Kosten für Müllentsorgung bleiben gleich

Die Müllgebühren bleiben im nächsten Jahr allerdings konstant. Mit Abfällen verdient der EVS derzeit gutes Geld – nicht nur durch die Zahlungen der Haushalte. Bei der Müllverbrennung wird Energie gewonnen und somit Strom erzeugt. Die Abwärme speist der Verband ins Fernwärmenetz ein.

Verwendete Quellen: 
– Saarländischer Rundfunk