AfD im Saarland will jetzt alle Vornamen von Messerstechern wissen

Messerstecher im Saarland heißen meistens Michael - dieser Umstand sorgte vor wenigen Tagen deutschlandweit für Schlagzeilen. Die AfD wirft der Regierung jetzt vor, Fakten zu verschleiern, und fordert neue Antworten.

Nächster Akt in der Diskussion um Messer-Vorfälle im Saarland: Nachdem die Landesregierung in der vergangenen Woche die häufigsten Vornamen der deutschen Täter veröffentlichte, wirft die AfD-Fraktion ihr jetzt vor, Fakten zu verschleiern.

„Wen möchte die Regierung herausfordern: unsere Fraktion oder die Intelligenz der Saarländer?“, heißt es in einer Mitteilung. Im Lagebild „Stichwaffen- und Messervorfälle“ hatte das Innenministerium Messervorfälle im Land untersucht. 1.490 solcher Vorfälle waren demnach zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. April 2018 verzeichnet worden. Darunter 842 Fälle, in denen tatverdächtige deutsche Staatsangehörige festgestellt wurden.

Der AfD-Abgeordnete Rudolf Müller hatte daraufhin von der Landesregierung wissen wollen, ob es bei den 842 deutschen Tätern Häufungen bei den Vornamen gebe. Die Regierung listete die 13 häufigsten Namen, verantwortlich für 193 Fälle, auf. An der Spitze: Michael, Daniel und Andreas. „Was ist mit den restlichen 649 Fällen, respektive Vornamen?“, fragt die AfD jetzt. Die Fraktion wolle die Thematik weiterverfolgen.

Verwendete Quellen:
Stellungnahme der AfD
• eigener Bericht
Antwort der saarländischen Landesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten Rudolf Müller (AfD) (Drucksache 16/783 (16/750)) (PDF)