Auch Pflegekräfte an der Uni-Klinik in Homburg erhalten Corona-Bonus

Auch Pflegekräfte am Universitätsklinikum des Saarlandes sollen eine Corona-Prämie erhalten. Die Landesregierung will dazu auf den Pflegebonus des Bundes drauflegen.
Rund 500 Beschäftigte der Uniklinik in Homburg fordern aktuell eine Corona-Gefahrenzulage. Fotos: (Hintergrund) BeckerBredel | (Virus) dpa-Bildfunk/Arne Dedert
Rund 500 Beschäftigte der Uniklinik in Homburg fordern aktuell eine Corona-Gefahrenzulage. Fotos: (Hintergrund) BeckerBredel | (Virus) dpa-Bildfunk/Arne Dedert
Rund 500 Beschäftigte der Uniklinik in Homburg fordern aktuell eine Corona-Gefahrenzulage. Fotos: (Hintergrund) BeckerBredel | (Virus) dpa-Bildfunk/Arne Dedert
Rund 500 Beschäftigte der Uniklinik in Homburg fordern aktuell eine Corona-Gefahrenzulage. Fotos: (Hintergrund) BeckerBredel | (Virus) dpa-Bildfunk/Arne Dedert

„Auf Initiative des Ministerpräsidenten Tobias Hans werden wir den Bonusbetrag des Bundes um 100 Prozent aufstocken„, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

Saarland stockt Corona-Prämie um 100 Prozent auf

Bisher waren insgesamt 12 saarländische Kliniken für die Corona-Prämie für Pflegekräfte in Krankenhäusern eingeplant. Insgesamt 1,92 Millionen Euro sollten verteilt werden. Durch die Zugabe des Landes wird der Betrag nun verdoppelt. Eine Hälfte soll dabei besonders belasteten Pfleger:innen zukommen. Die andere erhalten weitere Krankenhausbeschäftigte für ihren Einsatz.

Krankenhausträger entscheiden über jeweilige Bonus-Höhe

„Mit der Aufstockung wollen wir die Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den besonders belasteten saarländischen Kliniken wertschätzen“, betont Ministerin Monika Bachmann. Die Krankenhausträger wählen die Empfänger:innen und die Höhe der Prämien in Absprache mit den Arbeitnehmervertretungen aus. Zudem sind sie dazu angehalten, die individuellen Boni mit eigenen Beträgen zu erhöhen.

Nicht genügend Corona-Patient:innen am Uniklinikum Homburg 

Das Universitätsklinikum in Homburg war vom Bund nicht für die Corona-Prämien vorgesehen worden. Die nötige Zahl an Corona-Patient:innen sei – entgegen der Kenntnis des saarländischen Gesundheitsministeriums – nicht erfüllt worden. Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2020 müssen bei einer Bettenanzahl unter 500 Betten mindestens 20 Corona-Patient:innen oder bei einer Bettenanzahl von 500 oder mehr Betten mindestens 50 Corona-Patient:innen in stationärer Behandlung gewesen sein.

Land übernimmt Prämie für das UKS

Es solle noch geklärt werden, ob der Bund im Fall des UKS eine Härtefalllösung möglich macht. Bis dahin übernimmt das Land den Bundesbetrag von 400.000 Euro und stockt diesen um 100 Prozent auf. „Es liegt uns sehr am Herzen, dass alle Pflegekräfte, die in den vergangenen Wochen und Monaten besonderen Belastungen ausgesetzt sind und waren, entsprechend gewürdigt werden“, so Ministerin Monika Bachmann abschließend.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums